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Das kleine Leckerchen für´s Training zwischendurch

Meine beiden bekommen für gewisse Situationen (zb Rückruf oder auch im Training auf dem Platz für ‚besonders gute Leistung‘) andere Leckerchen als sonst.

Milow mordet zum Beispiel für Leberwurst aus der Tube, also setzen wir die gerne beim Rückruf ein. Nova findet die auch oberlecker.
Auch eine super Belohnung ist es, Milow Mäuschen suchen zu schicken oder geworfene Leckerchen.

Damit es aber auch nicht zu berechenbar wird, was als Belohnung folgt, ändert sich das mal gerne. Spielsachen findet Milow draußen eher semi-interessant. Eine Verlorensuche ist da schon interessanter. 😉

Aber in diesem Artikel soll es ja um tolle Leckerchen gehen.

Schon in der Vergangenheit hatten wir immer mal wieder die Meat & Treat Würste von Fleischeslust. 200g  Leckerlie ist aber doch ganz schön viel, selbst wenn man es auf 2 Tage aufteilt – denn viel länger würde ich die Wurst auch im Kühlschrank nicht aufbewahren.

Seit einiger Zeit gibt es sie aber auch als Single Shot-Version, also kleine Wurst mit 80g. Selbst jetzt für zwei Hundis finde ich die Größe praktischer, denn das wäre zb eine Portion für einen Trainingstag oder für Rückruftraining o.ä. an 1-2 Tagen.

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Habt ihr die Meat & Treat-Würste auch schonmal genutzt?
Meine beiden lieben alle Sorten. 😉 Wobei ich persönlich die Geflügelsorte am liebsten „mag“, denn sie lässt sich am besten schneiden. Die Wurst riecht recht angenehm (also stinkt nicht 😉 ) und die Inhaltsstoffe sind für so eine „Leckerliewurst“ auch in Ordnung.

Beim zweiten Hund wird alles besser! …oder?

Mittlerweile wohnt Nova seit gut 11 Wochen bei uns und ich muss sagen, es hat sich alles ganz gut eingespielt.

Milow musste am Anfang auch erstmal verstehen, dass sie dauerhaft bei uns bleibt. 😉 Er ist super und sehr klar im Umgang mit ihr. Seeeeeehhhhr geduldig, trotzdem weist er sie angemessen zurecht, wenn es nötig ist. Sie ist super frech und neugierig – wie ein Welpe sein sollte.

Vorher

Natürlich habe ich – als Kopfmensch – mir vor dem Einzug viele Gedanken gemacht. Manche vielleicht zurecht, manche auch überflüssig wie sich im Laufe der Zeit rausstellte. Da merkt man auch immer mal wieder, wie unterschiedlich Hunde nun mal sind.

Als Beispiel schläft Nova seit etwa der 3. oder 4. Nacht durch, mit Milow bin ich damals noch wesentlich länger nachts aufgestanden und rausgegangen. Er war auch bis etwa zu einem halben Jahr nicht komplett stubenrein. Nova ist das bei uns zuhause schon. Wenn sie muss, geht sie zur Terrassentür (wenn diese zu ist) oder direkt nach draußen, wenn die Tür offen ist.
Das Durchschlafen und die Stubenreinheit waren also Sachen, bei denen ich mich auf eine ähnliche Wiederholung eingestellt hatte, Nova mich dann aber überrascht hat.

Vorsätze und Ist-Zustand

Ich möchte, dass meine Hunde gut erzogen sind. Natürlich „ticken“ sie auch mal aus, aber überwiegend sollte das so sein. 😉
Daher hatte ich mir vorgenommen, auf gewisse Dinge direkt von Anfang an zu achten.

  • Ich wollte zb das Allein bleiben von Anfang an üben, nicht erst -wie bei Milow- mit 1,5 Jahren damit anfangen.
    –> Den Vorsatz habe ich erfüllt (wir werden es aber natürlich weiterhin üben), denn Nova bleibt mittlerweile meist morgens bei der Gassirunde vor der Arbeit lieber noch im Bett. So gehe ich diese Runde mit Milow alleine. Ist aber auch kein Problem, schließlich bekommt Nova in der HuTa anschließend noch genug „Auslauf“ und gelöst hat sie sich ja immer schon direkt nach dem Aufstehen.
  • Leinenführigkeit ist mir sehr wichtig. Ich möchte nicht durch die Gegend gezogen werden, auch wenn es zwei kleine Hunde sind. Ich finde es immer schlimm, wenn uns solche Gespanne begegnen, wo der kleine Hund keuchend in der Leine vorwärts zieht – nicht nur für einen kurzen Moment, sondern permanent. Und gerade mit zweien ist so ein Leinenwirrwarr doch ätzend.
    –> aktueller Stand ist, dass es mit jedem einzeln gut klappt. 😉 Zusammen und nebeneinander ist noch stark ausbaufähig, weil Nova sich oft an Milow drückt oder an ihm rumspringen will und er dann auf Abstand gehen will. Momentan geht dann einer links, der andere auf meiner rechten Seite. Das klappt ganz gut. Wobei ich dazu sagen muss, dass Milow in für ihn aufregenden Situation auch den Hang zum Ziehen hat. Da dann teilweise situationsbedingt aber auch keine Möglichkeit für´s Training ist, lasse ich das dann auch mal durchgehen. Wieso sollten die Hunde immer perfekt sein, wenn ich es auch nicht bin?!
  • Futter, Knabbersachen etc. wegnehmen können. Bei den Dackeln meiner Eltern früher war es unmöglich einen Kauknochen o.ä. wegzunehmen. Ich wäre nicht sicher gewesen, ob die dann nicht wirklich zugebissen hätten. Daher habe ich da bei Milow auch schon sehr drauf geachtet und es geübt. Klappt auch prima, er lässt sich jegliches solcher Art wegnehmen ohne zu murren.
    –> Nova hat anfangs versucht ihr „Knabbi“ mit ‚bösem‘ 😉 Knurren zu verteidigen. Und ich muss sagen, wenn es mir damit nicht so ernst wäre, hätte ich davor schon etwas zurückschrecken können. Aber da sage ich mir, sollte sie mich zwicken, bekommt sie eine Ansage. Da verstehe ich dann auch keinen Spaß. Mittlerweile knurrt sie nur noch halbherzig, lässt es dann aber selber los und bekommt es ja in 80% der Fälle sowieso direkt wieder. Mein Kommando dafür ist übrigens „Zeig mal!“ 😉
  • Der Rückruf ist mir aus der Erfahrung mit Milow auch sehr wichtig.
    –> Nova läuft (noch) nicht wirklich weit weg und ist sehr aufmerksam immer wieder nach mir zu schauen, auch wenn sie sich draußen auch gerne an Milow orientiert. Wir üben sowohl mit der Pfeife als auch mit Kommando. Klappt beides prima. Und zumindest in Trainingssituationen (Hasenbegnung o.ä. hatten wir noch nicht seitdem) klappt es prima und sie ziehen sich beide gegenseitig mit. Als würden sie sagen „Loooos!!! Wer schneller bei der Leberwurst ist!!!“ 😀

Verbesserungswürdig?

Tja, was ist noch verbesserungswürdig?

Nova wird weiterhin viele verschiedene Dinge kennenlernen, schnaubende Pferde findet sie zum Beispiel gruselig. Pferde an sich sind aber kein Problem. Es sind also eher Kleinigkeiten zwischendrin. Große „Baustellen“ bei Nova oder zwischen den beiden gibt es nicht.

Und die Moral von der Geschicht?

Beim zweiten Hund wird alles besser? Naja, besser vielleicht auch, aber auf jeden Fall anders.

Dinge, wo ich mir vorher eventuell Schwierigkeiten ausgemalt habe, klappen direkt problemlos und widerrum Dinge, denen ich keine große Bedeutung zugedacht hatte, müssen wir nun teilweise üben.

Auf jeden Fall bin ICH aber beim zweiten Hund wesentlich entspannter. Ich sehe einiges nicht mehr so verbissen, auch wenn es mir trotzdem wichtig ist.

Ein gutes Beispiel ist, dass ich Nova fast immer ohne Leine laufen lasse. An der Schleppleine nur, wenn Straßen in der Nähe sind oder ich auf Leinenkontrolle (Brut- und Setzzeit!) gefasst bin.
Ich schaue auch nicht dauernd nach ihr, sondern „vertraue“ darauf, dass SIE schaut. Einfach schon, weil ich häufig eher Milow im Auge behalten „muss“. Es ist schon ein paar Mal vorgekommen, dass ich mich plötzlich umdrehte und fast hektisch wurde und Nova suchte. Dabei lief sie einfach direkt neben/hinter mir. 😀

Manche Sachen klappen einfach, weil man sich mal nicht so viele Gedanken drum macht. Als Beispiel fallen mir hier die verschiedensten Untergründe ein. Es gibt ja Hunde, die Probleme mit Gittern (Treppen, Abtreter o.ä.) haben und partour nicht drüberlaufen wollen.
Ehrlich gesagt bin ich einfach normal gegangen, wo wir immer lang gehen und habe meist erst hinterher gemerkt „Ups, da war ja jetzt ein großes Gitter“. Einfach weil Milow problemlos drüberläuft und Nova dann einfach mitdackelt.

Ich habe schon erwartet, dass die Kleine sich einiges von Milow abschauen wird (auch nicht unbedingt nur Positives 😉 ), aber dass das so viel bringen würde hätte ich nicht gedacht.
Milow ist für Nova wirklich ein großer Bruder, ein Vorbild. Wenn ihr etwas nicht geheuer ist (was recht selten vorkommt), schaut sie was er dazu sagt. Ist er cool, ist sie es auch. Wufft er, wufft sie auch. 😉
Schnuffelt Milow irgendwo besonders interessiert, will sie auch schnuffeln gehen.
Wir sind ja vor ein paar Wochen mal mit dem Zug nach Hannover gefahren und Nova hat sehr stark geschaut, was Milow so sagt. Und da Milow in 95% der Situationen eine total coole Socke ist, fand sie es auch toll. 🙂 In vielen Dingen ist ein souveräner Ersthund also wirklich Gold wert!
Wo ich mir noch nicht so sicher bin ist, wie die Gruppendynamik sich entwickeln wird, wenn Nova evtl irgendwann merkt, dass sie ein Jagdhund ist. 😉
Sie hat aber eine starke Menschenbindung, könnte also (hoffentlich) sein, dass sie da etwas besser händelbar wird als Milow es ist. *daumendrück* 😉

Ach und was natürlich auch nicht zu vergessen ist, dass es zu zweit einfach schöner ist. Milow genießt zwar auch seine Zeit alleine bzw. mit mir zusammen sehr, aber es gibt jeden Tag genug Situationen wo die beiden zusammen rumtollen und rennen, wie es nur Hunde miteinander können. <3

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Die Schattenseiten 😉

Die gibt es natürlich auch, das will ich gar nicht verschweigen. Zum Beispiel habe ich jetzt weniger Platz im Bett als vorher. Links neben mir (natürlich auch mit Körperkontakt) der eine, rechts der andere. 😀 Gut, dass das Bett so groß ist!
Auch muss Milow erstmal lernen, nicht auch auf „Nova“-Rufe zu hören. Zumindest, wenn ich tatsächlich NUR sie rufen wollte. Auch beim Tricksen o.ä. ist das noch die größte Baustelle, dass jeder nur auf seinen Namen reagiert. Aber das dauert natürlich einfach seine Zeit!
Das, was mich gefühlt am meisten „nervt“ (denn es ist nur eine Kleinigkeit und gut zu managen, wie oben beschrieben) ist das Gehen an der kurzen Leine mit beiden AUF EINER SEITE (geht ja manchmal nicht anders). *augenroll*
Aber hey, das wird schon! 🙂

Die Weltherrschaft ;-)

Erst die Welt, dann das Universum… hachja, träumen wird man ja wohl dürfen. 😉

Aber anfangen muss hund natürlich im Kleinen. Also gebe ich mir im Moment dolle Mühe und hinterfrage mal wieder alles. Heißt Sitz! wirklich Sitz! oder kann ich auch direkt wieder aufstehen bzw. spätestens wenn Frauchen kurz nicht guckt oder sogar weggeht?

Und bedeutet Aqui! immernoch wirklich, dass ich sofort zu Frauchen rennen soll? Oder guck ich mich lieber nochmal um und überlege kurz, ob ich Lust dazu habe?

Die Pfeife? Ja, die kenne ich 😀 Und weil die so in den Ohren weh tut, lasse ich mir dabei nicht so viel Zeit. 😉

Bleib! ist auch beliebt, da soll ich -im Idealfall- einfach da bleiben, wo ich in dem Moment bin, wobei egal ist, ob ich sitze oder liege oder Handstand mache. Aber wer sagt, dass ich da nicht auch noch 1,2 Schrittchen in Frauchens Richtung kommen kann?

Oder, dass ich mich beim Handzeichen für Sitz! auf Entfernung zwar brav hinsetze, aber erst, wenn ich direkt bei Frauchen angekommen bin. *kicher*

In anderen Situationen beweise ich aber widerrum, dass ich genau die eben aufgezählten Sachen natürlich aus dem FF kann. Bin ja nicht doof. 😉 Aber hund wird ja nochmal nachfragen dürfen!

Wisst ihr was ich in letzter Zeit auch gerne mache? Frauchen fragen, ob das wirklich Not tut. Also zb das Apportieren wie hier im Video:

(man sieht direkt meinen fragenden Blick „muss ich wirklich???“ 😉 )

 

Naja, Frauchen meint sie muss bei den obigen Sachen einfach konsequent bleiben und nicht einknicken oder ungeduldig werden, wenn ich mal wieder nicht so mitspiele.
Und beim Apportieren werden wir jetzt wohl wieder mehr den Spaß an der Sache neu aktivieren, damit ich bald wieder der coole arbeitsfreudige Territriever bin, wie noch letztes Jahr. 🙂

Augen auf für die kleinen Veränderungen

Seit der Hasenjagd vor knapp einer Woche, war ich erstmal wieder etwas vorsichtiger. Habe mich nicht wirklich getraut ihn von der Leine zu  machen. Kopfproblem, ich kenne das. 😉 🙁

Gestern Nachmittag hatte ich die Schleppleine dann vergessen. Hilfe, das ist mir ja (fast) noch nie passiert.
Was blieb da anderes übrig, als ihn offline laufen zu lassen?! Schließlich sollte er am Feld nicht die ganze Zeit an der „kurzen“ Leine laufen müssen.
Tja, was soll ich sagen, hat prima geklappt. Er hatte Spaß und hat auf jede Ansprache entsprechend reagiert.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte…
Anfang der Woche auf unserer ganz frühen Morgenrunde haben wir in unserer Straße Nachbarhund Milow (ja, wirklich!) – ein Französischer Bulldogen-Rüde – getroffen. Milow ist ja auf viele Hunde in unserem Dort nicht gut zu sprechen, egal ob Rüde oder Hündin. Aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls dachte ich schon „Prima, jetzt wird gleich wieder die ganze Straße zusammengekeift!“ , aber er hat ihn gerochen und auch gesehen zum Schluss, aber ist ausser einem verhältnismäßig kleinen Beller erstaunlich ruhig geblieben. Hat sich auf meine Ansprache sogar abgewandt und wollte an der Leberwursttube nuckeln. 😉 Danach sind wir direkt weitergegangen und alles war prima. Er wollte zwar nochmal da schüffeln, wo der andere Milow langgegangen war, aber da er dabei recht ruhig war, durfte er das.

Heute morgen, mehrfach, saßen ein oder mehrere Amseln (Amseln sind ja seine Lieblingsvögel, seit er mal welche aus einem Nest geholt hat) auf der Straße vor uns oder liefen dort entlang.
Die bisherige Reaktion war oft: kurz sammeln und dann Attacke! in die Leine gebrettert.

Und heute? Wie gesagt…mehrfach! Stehengeblieben, ruhig geguckt, ich habe gemarkert und er konnte sich abwenden für seine Leberwurstnuckelflasche. 😉 (das ist wohl sein Highlight in dem Moment)
Zwischendurch durfte er wieder gucken, und dann schlecken. Und dann sind wir weitergegangen. Kein in die Leine brettern, kein Gekeife. Ich hab mir ein Loch in den Bauch gefreut!!! 🙂 <3

Leute, die mit ihren Hunden keine Probleme in dieser Richtung haben, werden jetzt zwar müde lächeln. Aber die, die das kennen, wissen wie ich mich freue! 🙂

Heißt natürlich nicht, dass er das jetzt bei ner Hasenbegegnung auch machen wird, aber man muss ja klein anfangen und dann generalisieren und lernen.

Ihr glaubt gar nicht, wie wichtig solche kleinen Momente für meine Motivation und Stimmung sind!

Mut machen mir bei Rückschlägen auch oft Berichte von anderen „Mitleidenden“, wie zb vom Mayas Frauchen vor kurzem. Ob wir da auch nochmal hinkommen? 😉

Trainingsrückschlag – Gedanken eines Frauchens

VORSICHT LANGER POST 😉

Wie beim Wetter hat jede Schönwetterphase dann auch mal ein Ende. Genauso war es nun gestern Abend bei uns.

Nachdem es in letzter Zeit ja echt super lief, durfte Milow also auch gestern Abend wieder ein Stück offline laufen. Immer und überall mache ich es (noch) nicht, zum Beispiel im Wald oder wenn eine Straße in der direkten Nähe ist… Ich lasse es so lange zu, bis ich merke, dass er unaufmerksamer wird. Manchmal klappt eine ganze Runde ohne Leine, wann anders/woanders dann nur ein paar Minuten.

Gestern waren wir aber am Feld unterwegs und daher durfte er dann wieder leinenlos laufen.

An sich ist das kein Problem. Er weiß, dass er auf dem Weg bleiben soll bzw. auf dem an den Weg angrenzenden Grünstreifen. Klappt super. Oder klappte bis gestern super… :-/

Plötzlich sprintet er los, mitten rein ins Maisfeld. Und ich so: O.O
Der Spruch klingt zwar abgedroschen, aber „das hat der noch nie gemacht!“ – ernsthaft.
Schwupp war er weg und meine ersten Gedanken schossen von „Shit, das ganze Training war umsonst!“ bis zu „Hoffentlich ist es kein Reh oder Wilschwein!“ (denn die lösen sich nicht so schnell in Luft auf wie Kaninchen oder Hasen)
Aber zu meinem „Glück“ war es ein Hase, denn kurz darauf jagte Milow diesen aus dem Feld heraus und mit 1a Sichtlaut hinter ihm her.
Man fühlt sich sooo hilflos und sämtliche Schreckensszenarien rasten durch meinen Kopf. Er verletzt sich, er verletzt den Hasen, er verläuft sich, er läuft vors Auto, er scheucht noch andere Tiere auf, der Jäger schießt auf ihn…
Teilweise unrealistisch, ich weiß, aber so ist das in meinem Kopf in so einer Situation.

Gott sei Dank sind gesunde Hasen ja doch meist schneller als die Hunde (letztens erst im Fernsehen gesehen, die schaffen bis zu 80km/h auf Kurzstrecke!, das schnellste Wildtier) und so kam Milow dann nach gefühlten Stunden und in Wirklichkeit wohl etwa 2-3 Minuten völlig fertig wieder zu mir.

Im Gegensatz zu früher war mir nicht danach mich aufzuregen, ich war einfach nur froh, dass er wieder da war und habe gar nichts gesagt oder gemacht. Wir sind einfach beide erschöpft ins Gras geplumst und dort ein paar Minuten sitzen geblieben. Er guckte zwar interessiert durch die Gegend, machte aber keine Anstalten nochmal loszusprinten.

Nach ein paar Minuten habe ich ihn angeleint und wir sind weiterhin wortlos nach hause getigert.

Und nun? Aus Fehlern lernen?
Eigentlich haben wir beide keine Fehler gemacht. Mein Fehler war wenn überhaupt mir einen Jagdhund anzuschaffen 😉

Natürlich ist es ein Rückschlag und ich werde einige Dinge jetzt nochmal verstärkt üben und provozieren. Auch werden wir nochmal verstärkt den Rückruf auffrischen, das war ohnehin schon in letzter Zeit mein Ziel gewesen.

Und ansonsten bleibt es wohl alles so wie es ist. Er darf ab und an offline laufen, je nachdem wie er sich dann verhält nach diesem Erlebnis. Sonst bleibt die Schleppleine eben wieder erstmal ne Weile dran.
Außerdem werde ich gerade in den Morgen- und Abendstunden vermutlich wieder mehr auf die Schleppe setzen.

Alternativ könnte ich natürlich auch umziehen. Am besten in eine größere Stadt, zb Hannover, da habe ich ja eh ab und mal kurz drüber nachgedacht. 😉
Die Chance dort in der Stadt einen Feldhasen oder Rehe zu treffen sind eher gering. Über die Kaninchen lache ich nur müde in dem Vergleich. Und auch die Eichhörnchen und Vögel, ja, blöd aber nicht so wild. Vielleicht denke ich da doch nochmal genauer drüber nach… 😉

Aber abgesehen von diesem blöden Erlebnis (für mich) muss man auch die vielen Fortschritte sehen, dass er zb bei Katzensichtungen mittlerweile nicht mehr hysterisch kläffend in der Leine hängt, sondern nur noch verhältnismäßig verhalten bellt und dabei auch an lockerer Leine stehen kann bzw. sich schon recht gut abwenden kann, um zb zu gucken oder Futter oder sein Spieli zu suchen.
Oder auch die vielen Kaninchenbegegnungen am vergangenen Wochenende wären vor längerer Zeit noch undenkbar gewesen. Den Spaziergang hätte man direkt abbrechen können, weil der Hund so außer sich war. Aber nun, sobald die Kaninchen nicht mehr vor der Nase direkt rumhoppelten konnten wir normal weitergehen. Quasi aus den Augen, aus dem Sinn. 😉

Hach… Manchmal beneide ich ja die Leute, die richtige Langweiler-Hunde haben und wünsche mir deren „Probleme“.
Aber eigentlich…nee, eigentlich ist langweilig nichts für mich. Und ich glaube jeder bekommt den Hund, den er braucht. Tja, und ich brauche wohl eine Lebensaufgabe. 😉

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