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kommandos

Wieviel Hundedeutsch versteht Milow?

Pixies Frauchen, Rebecca, hat einen schönen Artikel zum Thema „Hundedeutsch“ verfasst. In dem Artikel geht es darum, wieviel die Hunde von unserem täglichen Gebrabbel verstehen und sinnvoll verknüpfen können.

Ich finde das total interessant, denn ich spreche recht viel mit Milow. Ich quassel nicht permanent auf ihn ein und mache aber auch nicht nur „tüdelü“, „eieiei“ usw in Babysprache. 😉

Vielleicht schütteln einige von euch jetzt den Kopf, aber ich hatte schon immer das Gefühl, dass Milow eine Menge von dem versteht, was ich sage. Und dass es ihm in gewissen Situationen hilft, wenn ich ihm erkläre was da passiert oder wieso wir das machen. Wie bei einem kleinen Kind eigentlich.

Beispiel? Ich werkele schon eine Weile in der Küche, Milow liegt hinter mir auf dem Laminatboden. Irgendwann sage ich „Du kannst dich ruhig aufs Sofa legen“ und prompt steht er auf und dackelt ins Wohnzimmer, um sich aufs Sofa zu legen. 🙂 Das war weder ein Kommando, noch habe ich mich richtig zu ihm umgedreht dafür. Er hätte es also auch überhören können. 😉
Nunja, aber unsere können ja noch viel mehr und das habe ich mal etwas gesammelt.

  1. Sitz -> auf die Hinterläufe setzen
  2. Platz -> auf den Bauch legen
  3. Steh -> ruhig, gerade stehen
  4. in den Garten -> läuft zur Terrassen- oder Wohnungstür, je nachdem wo wir gerade sind
  5. Pipi machen -> dass er seine Geschäfte erledigen soll
  6. reingehen -> von draußen reingehen
  7. schlafi machen -> schlafen gehen abends
  8. ab ins Körbchen -> in sein Körbchen gehen
  9. kuscheln -> auf meinen Schoß legen o.ä.
  10. ins Auto -> ins Auto einsteigen
  11. auf den Arm -> hebt eine Pfote, damit ich ihn besser hochnehmen kann
  12. raus da -> raus aus… Beet, Feld, Wiese…
  13. runter -> runter von Bett, Sofa, Stuhl…
  14. pfui -> etwas liegenlassen bzw. ausspucken (klappt leider nicht immer)
  15. tak -> Markersignal
  16. oh! -> negativ-Marker
  17. aqui -> Rückruf
  18. uiuiui… -> Ankersignal
  19. schnapp´s dir -> geworfenes Leckerlie jagen
  20. catch -> geworfenes Leckerli fangen
  21. Kegeln -> geworfenem Leckerli hinterher jagen, mehrmals in entgegengesetzte Richtungen
  22. warte -> warten (zb Wegkreuzung, Straße)
  23. bleib -> an der Stelle bleiben
  24. Doppelpfiff -> Rückruf
  25. Trillerpfiff -> an Ort und Stelle hinsetzen und zu mir sehen
  26. zeigen -> etwas aus der Schnauze nehmen (Spielzeug, Knabberzeug…)
  27. gucken -> etwas beobachten (zb Wild, Vögel…)
  28. wittern -> Nase in die Luft halten und schnüffeln
  29. feini / super -> Lob
  30. Fressi machen -> fressen
  31. Schau -> mich ansehen
  32. zurück -> wenn er zu weit vorgelaufen ist
  33. fertig -> Ende-Signal
  34. Schnüffeltüte -> Startsignal beim Mantrailing
  35. Arbeiten -> „weiter“-Signal beim Mantrailing, wenn er privat unterwegs ist
  36. bei mir -> in meiner direkten Nähe bleiben
  37. Fuß -> direkt neben mir laufen, Schulter auf Beinhöhe (anschauen ist keine Pflicht)
  38. Schuh -> Pfote auf meinen hingehaltenen Fuß stellen
  39. Wechsel -> die Seite wechseln, auf der er läuft (von links nach rechts oder auch andersrum)
  40. drehen -> mit mir drehen (beim Rally Obedience, 360°, 270° oä)
  41. laaaangsaaaam -> langsam gehen
  42. Lauf! -> darf Hundesachen machen gehen
  43. weiter  gehts -> weitergehen wenn er sich zb festgeschnüffelt hat
  44. Stop! -> sofort (!) stehenbleiben und warten bis ich bei ihm bin (ähnlich „warte“, was ich aber auch aus der Entfernung wieder auflöse)
  45. wo ist… -> ihn etwas suchen/anzeigen lassen (Personen, Spielzeug…)
  46. Mäuschen suchen -> Freigabe zum Mäuschen suchen und buddeln
  47. Geh Hallo sagen -> Freigabe zum Begrüßen anderer Hunde (mit Rücksprache mit den anderen Menschen)
  48. Krauli machen -> den Rücken/die Brust kraulen
  49. Eis essen -> er bekommt den Rest von meinem Eis
  50. trinken -> zum Trinken schicken, da er recht wenig trinkt
  51. Knabbi machen -> es gibt Knabberkram (Rindernase, -ohr o.ä.)
  52. Balli -> mit seinem Lieblingsball spielen
  53. planschen -> Freigabe ins Wasser zu gehen
  54. schick machen -> ruhig stehen bleiben zum Trimmen
  55. buddeln -> buddeln

Tricks

  1. Küsschen -> gibt ein Stups mit der Nase auf die Wange
  2. Winke-winke -> winkt mit einer Pfote
  3. Schäm dich -> hält die Pfote über die Schnauze
  4. Peng -> auf die Seite legen
  5. Twist -> linksrum drehen
  6. Turn -> rechtsrum drehen
  7. Gib 5 -> Gib 5 😉
  8. Gib 10 -> wie Gib 5, nur mit beiden Pfoten gleichzeitig
  9. Pfötchen -> Pfötchen geben
  10. durch -> zb durch die Beine laufen
  11. herrrummm -> etwas umrunden
  12. hopp -> auf etwas draufspringen
  13. touch -> etwas mit der Pfote berühren
  14. Nase -> meine Hand mit der Nase berühren
  15. Kuckuck -> Pfoten auf meinen Arm legen und Kopf nach unten stecken
  16. Elefant -> mit den Vorderpfoten auf etwas draufstellen
  17. brings -> etwas bringen
  18. such verloren -> Verlorensuche auf der Rückspur
  19. ok -> Freigabe zb für Intelligenzspiele oä
  20. Slalom -> durch den Slalom laufen ohne Hilfestellung
  21. Kinn -> das Kinn irgendwo auflegen
  22. tragen -> etwas im Maul tragen (noch ausbaufähig 😉 )
  23. vor -> Vorsitz
  24. rum -> aus dem Vorsitz mich umrunden und ins Fuß wechseln
  25. ran -> an meine linke Seite kommen

Das ist ja schon eine ordentlich lange Liste. Wow!
Bei Nova sieht das noch etwas anders aus, aber die ist ja noch klein. 😉

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Wieviel von eurem Gebrabbel verstehen eure Hundis?

Alles hört auf mein Kommando!

So oder so ähnlich meint Frauchen das jedenfalls immer. *hihi*

Heute will ich euch mal berichten, was für Kommandos so bei uns im Alltag verwendet werden und was sie bedeuten.

  • Sitz
    hinsetzen, bis wieder durch ein anderes Kommando aufgehoben wird
  • Platz
    hinlegen, bis wieder durch ein anderes Kommando aufgehoben wird
  • Bleib
    früher häufig im Zusammenhang mit den beiden oberen. Aber wenn hund kapiert hat, dass Sitz und Platz solange gelten, bis Frauchen was anderes sagt, braucht man kein Bleib mehr. (manchmal rutscht es ihr trotzdem noch raus *petz* 😉 )
  • Warte
    Frauchen denkt da immer an „Freeze!“ aus Polizeikrimis. Ich soll einfach da, wo ich gerade bin stehenbleiben.
  • Schau
    wird manchmal gesagt, wenn ich Frauchen angucken soll und dies nicht von alleine tu. *lalala*
  • Fuß
    ich laufe links direkt neben Frauchen, im Idealfall mit meiner Schulter auf Höhe ihres Beines (Anschauen ist schön, aber keine Pflicht), schnüffeln und Pipi machen ist strengstens untersagt 😉
  • bei mir
    ich laufe bei Frauchen, wobei hier die Seite egal ist (also links oder rechts) und schnüffeln und Pipi machen ist erlaubt
  • geh Pipi machen *kicher*
    Ist unser Kommando, dass ich schnüffeln gehen darf und mich bis zu 5m (natürlich nur pi-mal-Daumen) von Frauchen entfernen darf
  • Hier (schön gedehnt gesprochen *hihi*)
    heißt übersetzt „Komm sofort zu mir, setz dich direkt vor mir hin und schau mich an!“ 😉
  • Komm her
    nette und nicht so eilige Form von Hier sozusagen 😉 ohne Vorsitzen. (eigentlich blöd, das „doppelt“ zu haben, aber naja)
  • Ok
    Ist unser Freigabekommando, eigentlich sehr ähnlich wie „Auf geht´s“  :-/ (siehe unten), auch im Zusammenhang mit Ball o.ä. – ich warte solange bis Frauchen mit Ok sagt, dann darf ich losflitzen.
  • Bring´s
    Kommando für´s Apportieren von irgendwas
  • langsam
    Tja, ich bin halt Power-Terrier, langsam ist schwierig, daher braucht Frauchen das öfter mal 😉
  • Auf geht´s!
    Kommando zb wenn ich mal wieder irgendwo zu intensiv schnüffele/beschäftigt und Frauchen weiter will :-/ oder beim über die Straße gehen
  • Pfui
    Wird manchmal benötigt, wenn irgendwo irgendein Mist liegt (früher gerne bei Hundehaufen, Schafköttel, Pferdeäppel…, heutzutage nur noch selten und meist präventiv 😉 )

Hab Frauchen grad nochmal gefragt, aber wir glauben, das sind alle Kommandos. Reicht ja auch erstmal, oder? Diese ganzen Trick-Geschichten führen wir hier mal nicht auf.
Falls mir noch was einfällt, was wir vergessen haben, ergänze ich es.
Ansonsten heißt es wie immer…üben, üben, üben. Aber die Erfolge, die hund dadurch hat sind ja auch toll. 🙂

Früher hätte ich zb nie neben einem Reh ruhig im Platz liegen können. Heute finde ich das Reh dann sogar irgendwann ziemlich langweilig. 😉

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