Der Winter kann kommen

Letztens gab es mal einen Tag, der etwas ungemütlich war. Windig, kühl… ein kleiner Herbstvorgeschmack.

Wir waren natürlich trotzdem Gassi und Nova die kleine Frostbeule war oft am bibbern. Naja, die hat ja auch noch nicht so viel Fell – gerade am Bauch.

Jedenfalls hat Frauchen ihr dann abends direkt eine Jacke bestellt. Ich habe ja nur Hurtta Jacken und Frauchen ist von der Qualität auch überzeugt, allerdings sind die doch ziemlich teuer. Nova wächst ja vielleicht doch noch etwas.

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Kamikaze-Nova

Wenn man Nova so sieht, sieht man ein kleines, zierliches Hundchen, was jeden erstmal freudestrahlend begrüßt, abschlabbert und sich freut.

Die Kleene hat es aber faustdick hinter ihren kleinen Öhrchen!!

Schon an den ersten Tagen bei uns hat sie das gezeigt, in dem sie nicht einfach vorsichtig vom Sofa gesprungen ist, sondern wie Superman erstmal weit nach vorne und dann nach unten geplumpst ist. 😉

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Interpretationsspielraum aka Missverständnisse und Konsequenzen

Hier melde mal ich, das Frauchen, mich zu Wort.

Seit Milow auf seiner Facebookseite postet (schon ganz schön lange!) ist es selten, aber immer mal wieder, vorgekommen, dass jemand etwas anders aufgefasst hat, als es dort gemeint war.

Natürlich schreibe ICH auf dieser Seite, aber es ist einfach schöner es aus Milows Sicht zu lesen. Es ist also Milows Tagebuch und vieles nicht so bierernst gemeint, wie es anscheinend teilweise verstanden wird. Dabei spare ich schon nicht an Smileys, um zu zeigen, wann etwas mit einem zwinkernden Auge oder ironisch gemeint ist.

Milow ist ein fast immer fröhlicher Terrier, hat öfter mal Döneken im Kopf und ist gerne immer und überall mit dabei. Und genau diese Lebensfreude wollte ich eigentlich rüberbringen.

Ich finde es schade, wenn es dann auf seiner Seite Kommentare gibt, die dann letztlich fast in Beleidigungen gegen jemand anderen enden oder eben in Missverständnissen.

Verstärkt ist das der Fall, seit Nova mit auf der Seite auftaucht und Milow über ihre Erlebnisse berichtet. Im Prinzip sind es immer Fakten über die er berichtet, ich denke mir nichts aus oder lasse etwas weg.

Wenn Milow also zb schreibt, dass Nova teilweise „echt nervig“ ist, dann schreibe ich das nicht einfach so, sondern weil es teilweise für ihn wirklich so ist. Wie ich auch beschrieben habe, springt sie zb oft an ihm rum, will ihm die Lefzen lecken und er sitzt dann manchmal nur stoisch da und dreht immer wieder den Kopf zur anderen Seite. Oder macht ihr nach gewisser Zeit eine Ansage, die aber manchmal bei ihr auch nicht lange anhält. Ich denke schon, dass man so eine Reaktion als „genervt sein“ bezeichnen kann. Und jeder, der mir (auch als Mensch) erzählt, dass gerade ein Welpe nicht auch mal in diesem Sinne nervig ist, hat entweder sehr viel Glück oder verdrängt es. 😉

Das hat absolut nichts damit zu tun, dass Nova ein toller, einfacher, aufgeschlossener Welpe bzw. Junghund ist!! Sie ist eben ein kleiner Terrier und das ist mir übrigens absolut klar. 😉 Wir wollen sie auch nicht mehr missen!

Und nur, weil ich mal etwas „frei von der Leber weg“ schreibe, weil ich denke dass Milow es so empfunden hat, habe ich ehrlich gesagt keine Lust mich hinterher zu rechtfertigen oder zu zerreden, weil jemand da etwas reininterpretiert hat, was gar nicht so gemeint war. Das ist halt das Problem am geschriebenen Wort, dass man nicht hört und sieht, wie jemand es wirklich ausspricht, betont und welche Mimik man dabei hat.

„Früher“ hat es mir echt Spaß gemacht auf Milows Seite über unsere Unternehmungen und Erfahrungen zu berichten, aber mittlerweile überlege ich ganz genau was ich schreibe und trotzdem wird manchmal jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.
Ich schreibe das dort auch nicht nur für euch ;-), denn auch ich habe Spaß immer mal wieder in alten Beiträgen zu schwelgen.u

Willkommen im Leben, es ist eben nicht immer alles eitel Sonnenschein und auch keine „Zweibeinermama“ kann mir erzählen, dass sie ausschließlich rosa Herzchen in den Augen hatte, wenn der „Menschenwelpe“ mal ein paar Nächte durchgeschrien hatte oder einen „Pubertätsanfall“ hatte. 😉

Ich werde nochmal überlegen, ob und wie es auf Facebook , Instagram oder auch hier weitergehen wird.
Dieses Jahr war in privater Hinsicht nicht einfach und was ich daraus gelernt habe ist, mich (abgesehen von den Hunden) mehr auf die Dinge und Menschen zu konzentrieren, die mir gut tun und Dinge, die mich weiter bringen, glücklich machen und mir Spaß machen.  Facebook gehört momentan jedenfalls leider nicht mehr dazu.

Es freut mich mich aber sehr, wenn ihr gerne etwas von uns gelesen habt und euch über die Fotos gefreut habt. :-*

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Der eiserne Panzer

Was für ein theatralischer Titel, aber genau dieses Gefühl hatte ich letzten Mittwoch, als wir zum zweiten Mal beim THS Training in einem nahegelegenen Hundesportverein waren. Der HSV, in dem wir Rally Obedience machen bietet leider außer Agility und Grundgehorsamstraining (BH) nicht viel mehr an.

Jedenfalls waren wir nun also schon zum 2. Mal dort. Beim ersten Mal habe ich die meiste Zeit zugeschaut und zum Schluss durften Milow und ich dann beim Hindernislauf noch mitmachen. Ihm hat das richtig Spaß gemacht und er hat es toll gemacht. Naja, Agility damals scheiterte ja auch nur daran, dass ich mir den Parcours einfach nicht merken kann. O.o Milow konnte es super!

Diesmal haben wir also von Anfang an mitgemacht und mir wurde bewusst, dass wir „richtige Unterordnung“ (damit beginnt das Training dort immer) seit der Begleithundprüfung vor über 3 Jahren nicht mehr gemacht haben. Natürlich ist beim Rally Obedience auch eine Art Grundgehorsam gefragt, dort ist aber viel mehr erlaubt als beim THS. Als krasser Vergleich sind beim THS nur die „genormten“ Begriffe (Sitz, Platz, Fuß) erlaubt und auch nicht mehr. Beim RO darf man ggf. seinen Hund vollquatschen -was wohl aber keinen Sinn macht- , loben, Hilfen geben mit Sichtzeichen, Leckerlies geben an gewissen Positionen etc.
Aber genau das, nämlich dem Hund sagen, wenn er etwas richtig macht, hat mir da nun gefehlt. Natürlich kann man das im Training machen und gerade auch, wenn man erst mit THS anfängt. Aber letztendlich ist das nicht gewünscht.

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Wir so damals beim Agitraining. Der kleine Mann hatte es drauf <3
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…konnte aber auch manchmal seine vorlaute Klappe nicht halten, wenn´s ihm nicht schnell genug ging. 😉

Auch gibt es keine Toleranz in den Positionen, die der Hund einnehmen soll. Fuß heißt wirklich sehr dicht bei mir, Schulter auf Beinhöhe, am besten noch mit Angucken (der arme Nacken!).
In Wirklichkeit ist das bei uns so, dass Milow neben mir läuft, aber mit 10-30cm Entfernung und er auch nicht permanent gucken muss. Er soll ab und an mal Blickkontakt halten, wenn er es von sich aus öfter macht -> super! Ansonsten ist mir dabei nur wichtig, dass er nicht schnüffelt. Das ist beim RO so völlig ok, daher haben wir das nicht mehr „strenger“ geübt bisher.

Auch beim Sitz (ich bleibe stehen -> Hund setzt sich) ist das beim RO anders, da kann der Hund ein kleines Stückchen zu weit vorne oder zu weit hinten sitzen und bis zu 30° schräg -> alles im Rahmen! Beim THS gibt es dafür dicke Abzug.

Ich muss zugeben, ich war damals nach der bestandenen BH froh, dass ich meinem Hund nun wieder mehr Feedback geben darf. 😉 Es war als wäre ein eiserner Panzer von mir abgefallen, der mich in der Kommunikation und im Spaß mit meinem Hund beschränkt hat. Und genau DIESES Gefühl des Panzers hatte ich nun beim Training auch wieder. Zudem ist die Trainerin eher von der Marke Feldwebel 😉 und das ist so gar nicht meins.

Schließlich möchte ich das machen, um mit meinem Hund zusammen etwas zu tun und Spaß dabei zu haben. Ich habe nicht vor auf Turnieren zu starten (mir tut es immer leid um die Zeit, die man dort mit Warten verbringt – wo die Wochenenden doch eh schon zu kurz sind) , beim RO genauso. Ich merke nämlich, dass ich mir dann selber mehr Stress mache und das merkt Milow direkt.

Ich sehe das also nicht so eng, wie die Trainerin es vermutlich tut.
Das Problem dabei ist, ich habe meine eigene Meinung und meinen eigenen Weg mit dem Hund umzugehen und ich kann es nicht leiden, wenn Leute (die mich das 2. mal sehen in dem Fall) dann in einem fast schon Befehlston sagen, was ich mit ihm zu tun und zu lassen habe. (zb das Loben nebenbei)
Ich habe ja selbst gesehen, dass er teilweise schief sitzt oder zu weit weg, dass er mich nicht permanent anglotzt… Aber ehrlich, es ist mir ziemlich egal. 😉 Natürlich soll er „bei mir“ sein, wenn wir etwas zusammen machen, aber das kann Milow auch ohne mich permanent anzuglotzen oder mir am Bein zu kleben.

Allerdings dreht sich THS nicht nur um den Grundgehorsam (gehört natürlich dazu), aber es gibt auch den Sportteil zb, der uns richtig Spaß macht. Bisher haben wir den Hindernislauf und Slalom probiert und bis auf meine Kondition 😉 hatten wir richtig Spaß (die Trainerin hatte trotzdem genug zu meckern 😉 ).
Was ich da allerdings seltsam finde ist, dass die Hindernisse (Tonne, Weitsprung, Hürde..) für alle Hunde die gleiche Höhe haben. Wo doch beim Agility so sehr drauf geachtet wird, dass kleine Hunde zb nicht so hohe Hürden zu überspringen haben.

Tja, wir dürfen jetzt noch 2x zum Schnuppertraining kommen, dann sollen wir uns entscheiden, ob wir weitermachen wollen. Rein theoretisch könnte ich in dem Verein auch RO machen, das wird dort auch angeboten.
Mal sehen wie es weitergeht mit uns dort. 🙂

 

Wie trimme ich meinen Hund?

Als erstes stelle ich den Tisch auf (ein alter Gartentisch), dann weiß zumindest Milow schon Bescheid und steht neben dem Tisch. Schließlich gibt es dadrauf immer Leckerlies! 😉

Als „Werkzeug“ habe ich folgendes:

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Eine normale Schere, einen blauen Bimmsstein von Scholl und eine Krallenschere (das mache ich meist direkt mit). Anfangs hatte ich auch noch eine Effilierschere und den Furminator dabei, die nutze ich aber eigentlich nicht mehr.

Dann kommt der Hund auf den Tisch und er hält sehr gut still. Meist fange ich auf dem Rücken an, denn am Rücken und an den Seiten geht am meisten Wolle runter. 😉

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Aber wie macht man das denn nun mit so einem Bimsstein? Vielleicht zeigt dieses Bild es ganz gut:

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Man klemmt sozusagen immer einige Haare zwischen Daumen und Bimsstein ein und „rupft“ sie heraus. Ihr werdet schnell merken, dass nur die „reifen“ Haare einfach rausgehen. Und das zupfen dieser reifen Haare tut dem Hund auch kaum weh, denn sie sind schon abgestorben und sitzen nur noch lose in der Haut. Ich glaube sogar Milow genießt das Trimmen -je nach Stelle- auch etwas, denn schließlich ist das Jucken hinterher weg. Er kratzt sich tatsächlich häufiger, wenn er getrimmt werden muss.

Daher trimme ich ihn etwa alle 2 Wochen etwas über, dann verbringt man nicht gleich eine Stunde damit sondern nur einige Minuten. Für den Hund ist es schließlich auch anstrengender eine Stunde still zu halten, als 10 Minuten.

Tja, so geht das dann am ganzen Körper weiter. Erst Rücken/Seiten, dann Schultern und Vorderpfoten (das mag er nicht an den Knien), dann die Flanken und zum Schluss den Kopf (inkl. Ohrenaußenseite!). Die Rute trimme ich nicht jedes Mal mit, manchmal schneide ich nur die Spitze etwas gerade.
Zum Schluss schneide ich noch etwas mit der Schere die Barthaare nach, die „Hosen“ gerade, die Haare am Pipimann und am Po.

Ab und an schneide ich auch die Haare an den Pfoten/-ballen, damit die nicht so plüschig werden.

Nachdem Milow fertig ist, steht jetzt Nova schon fast bettelnd am Tisch und will auch. 😉 Sie bleibt brav stehen/sitzen dabei und findet das glaube ich gar nicht so übel, auch wenn bei ihr noch vergleichsweise wenig abgeht. Man merkt aber schon, dass das Fell etwas drahtiger wird mittlerweile. Ich trimme sie trotzdem jedes Mal mit, damit sie sich dran gewöhnt. Dabei gehe ich genauso vor wie bei Milow.

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Kleine Empfehlung am Rande! Zieht zum Trimmen selber keine Fleecesachen an, die kleinen Haare hängen daran wie Hölle! 😉