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Schilddrüse

Schilddrüse, aktueller Stand

Hallo Freunde,

Frauchen meinte ich sollte euch mal wieder auf den aktuellen Stand bringen mit meiner Schilddrüse. Ich hab da aber grad keine Lust drauf und schlafe lieber. Ich glaub Frauchen kann das eh viel besser. 😉

Ok. Erstmal zu den Umständen. Am Mi, 3.12.14 haben wir angefangen zusätzlich zum Leventa (0,25ml) noch 2x 1/2 Tablette Thybon20 (20 Mikrogramm) zu geben.

Hintergrund war, dass Milow sich vom Verhalten mit dem Leventa schon sehr verbessert hatte, aber immer wieder „Schwankungen“ drin waren, als ob man höher dosieren müsste. Bei der letzten Blutuntersuchung Ende November war sein T4 allerdings bei 5,2 und das ist sogar etwas oberhalb des Referenzbereichs. Der T3 widerrum war immernoch nur bei 58 (Ref. zwischen 20-210, sollte allerdings mindestens um die 100 liegen). Daher kam unsere Spezialistin nun darauf, dass er wohl eine Umwandlungsstörung hat. (Umwandlung von T4 in T3) Normalerweise sollte der T3 Wert nämlich nachziehen, wenn der T4 Wert entsprechend steigt.

Ab Freitag (5.12.14) war Milow total entspannt. Er kam ja vorher immer schlecht zur Ruhe (mit der Leventa-Gabe zwar schon etwas besser als früher, aber immernoch nicht gut) und schlief kaum und nicht tief und fest, sondern eher immer mit einem Auge auf und immer auf dem Sprung. Also nicht wirklich entspannt.
Das war ab dem Tag aber anders. Irgendwie auch schon wieder komisch, weil er wirklich 2/3 des Tages entspannt geschlafen hat und dementsprechend entspannter war er auch während der „Wachzeit“. Er war draußen nicht mehr so hektisch, ging nicht mehr nur nach vorne, sondern blieb auch mal in Ruhe zum Schnüffeln stehen, nicht immer so auf dem Sprung. Noch Montagmittag hatte mir sein Gassifrauchen ungefragt gesagt, dass er total entspannt gewesen wäre an dem Tag. Habe ich mir also nicht nur eingebildet. 😉
Ab Montagnachmittag (8.12.14) änderte sich das dann aber wieder, fast so wie es Ende November war. Er kam wieder merklich schlechter zur Ruhe und war auch nachts wieder öfter am Pendeln zwischen Körbchen und Bett. Was mir auch direkt auffiel war, dass er abends im Bett nicht mehr mit Körperkontakt einschlafen wollte. 🙁

Am Mittwoch, 10.12.14 sollten wir ja hochdosieren auf 2x 1 Tablette Thybon20. Am aktuellen Stand änderte sich einige Tage lang nicht wirklich was. Wenn überhaupt könnte man sagen, dass er nachts etwas ruhiger wurde, aber tagsüber schlief er immernoch nicht wieder so entspannt und viel wie die Tage vorher.

Erst ab Sonntagabend (13.12.14) war er wieder entspannter. Er ist an dem Abend das erste mal wieder mit Körperkontakt eingeschlafen und das hält auch seitdem an. 🙂
Er schläft tagsüber wieder gerne viel und wirkt entspannter. Draußen habe ich allerdings das Gefühl, dass wir bei manchen Dingen wieder etwas zurück sind im Trainingsstand.

Wenn das jetzt so bleibt (oder noch besser wird 😉 ) werde ich jetzt 4 Wochen bei der Dosierung bleiben und dann im Januar wieder zum Blutabnehmen mit ihm gehen. Die Werte sind eine gute Kontrolle zu meinem Bauchgefühl. 😉

Ich finde es total schön zu sehen, wie er endlich den entspannten Schlaf bekommt, den braucht (immerhin schlafen Hunde normalerweise um die 18 Stunden am Tag) und dass er vorher immer von einer inneren Unruhe getrieben worden sein muss. 🙁

Natürlich muss sich das Ganze jetzt erstmal einpendeln, der Körper muss sich drauf einstellen und er muss sich dran gewöhnen. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.

Aktueller Stand

Hier wufft wieder mal das Frauchen. 🙂

Ich wollte mal einen aktuellen Stand über Milows Schilddrüseneinstellung abgeben.

Momentan ist alles sehr positiv. Ich glaube wir sind bei der richtigen Dosierung angekommen oder zumindest sehr nah dran.

Es ist unglaublich wie entspannt er jetzt ist, in Situationen, die ihn „früher“ von der Rolle gebracht haben.
Das schießt mir immer in so kleinen Momenten ins Hirn, dass ich dann einfach nur grinsen und mich freuen kann. Wie z.B. letztes Wochenende:
Hundebegegnung mit 2 Hunden, etwa so groß wie Milow. Die Frau nimmt, als sie uns kommen sieht, ihre beiden Hunde an die Leine und bleibt am Wegrand stehen. Ich rufe Milow auch zu mir und er geht „bei mir!“ an den Hunden vorbei, während die beiden pöbeln, leise knurren und in der Leine hängen. War das ne Freude 🙂

Und wie merkt man am besten, wie gut es läuft? Indem man auch mal einen weniger guten Tag hat (schlecht kann ich nicht sagen, wirklich SCHLECHT war es nur vorher!). So einen weniger guten Tag hatten wir gestern, aber auch nur zeitweise.
Schon krass, wie schnell man positive Veränderung als normal annimmt.

Er ist insgesamt viel besser ansprechbar und aufmerksamer. Auch wenn ich ihn einfach ne Weile „machen“ lasse, also er schnüffelt durch die Gegend, reagiert er direkt, wenn ich ihn anspreche (zu mir rufe o.ä.). Er ist also sehr wohl „da“, auch wenn er mir keine direkte Aufmerksamkeit schenkt.

Es ist so toll, dass man jetzt endlich an Dingen arbeiten kann, die bisher nicht möglich war, weil er in der Situation dann nicht wirklich ansprechbar war.

Daher heißt es jetzt trainieren, trainieren… 😉 Nee im Ernst, bei uns läuft das ja alles im Alltag ab, es gibt keine Trainingszeiten. (außer für Rally-O 😉 )
Ich freu mich jedenfalls, wir haben jetzt ENDLICH so viel Spaß zusammen 🙂 <3

Zwischenstand mit meiner Schilddrüse

Mittlerweile bekomme ich das Leventa seit 6 Wochen. 4 Wochen davon auf der gleichen Dosis (da wir niedrigdosiert angefangen haben – das ist nicht so anstrengend für den Körper) von 0,15ml, das entspricht ca. 150µg (microgramm) täglich.

Es bekommt mir gut, also kein Durchfall o.ä. und ich bin deutlich entspannter als früher. Es gibt allerdings mittlerweile wieder Situationen (tageszeitunabhängig und situationsunabhängig), in denen ich schnell überreagiere und manchmal in Situationen, wo das verständlich gewesen wäre, wiederrum total cool und entspannt bin.

Beispiel: sehe beim Gassi aus meterweiter Entfernung einen Vogel.
An Tag A, alles cool, gucke einmal hin, schnüffele weiter.
An Tag B, renne los, sobald ich den Vogel entdecke und brettere voll in die Leine.
An Tag C, ich sitze mit Frauchen auf einer Bank und direkt (ca. 1m von uns entfernt) vor uns pickt ein Vogel auf dem Boden irgendwelche Krümel auf. Gucke ihm zu und bin total entspannt dabei.
(das können übrigens auch 3 Situationen an einem Tag sein, das ist willkürlich)

Natürlich ist bei uns Hunden auch nicht jeder Tag gleich gut, aber wir müssen halt momentan auf solche Veränderungen achten, da das auch bedeuten kann, dass wir noch höher dosieren müssen (die Dosierung ist ja sowieso noch recht niedrig) und das äußert sich dann ggf. in solchen „Rückfällen“.

Letzte Woche war dann der erste Blutcheck fällig und ich war relativ gelassen.
T4 3,2 (Ref. 1-4,5)  –> gestiegen von 2,0T3 40 (Ref. 20-210) –> gesunken
TSH 0,05 (<0,6)  –> gleich geblieben

Dass der T3 bei Substituierung absinkt ist normal. Man muss dann halt immer alles im Zusammenhang sehen. Und laut unserer Expertin haben wir beim T4 noch Luft nach oben und sollen jetzt nochmal um 5µg/kg Körpergewicht (also bei mir um 8,5 * 5) hochdosieren für 2 Wochen und dann mal schauen.

Woche 2

Gestern ist Woche 2 mit meinem neuen morgendlichen Ritual gestartet. Seitdem ich das Leventa bekomme, sieht es bei uns morgens nämlich so aus, dass ich direkt nach dem Aufstehen die kleine Spritze mit dem ekligen Zeug ins Mäulchen kriege und dann direkt als Belohnung ein Stück Toastbrot. Hmm, yammi, dafür würde ich alles machen. Frauchen meint, man sieht mir auch immer an, dass mir das Zeug nicht schmeckt, aber trotzdem stehe ich morgens freiwillig auf und tippel in die Küche, wenn ich Frauchen rascheln höre. Nachdem ich das Toastbrot dann bekommen habe, hau ich mich aber wieder hin. 😉
Hintergrund ist, dass zwischen dem Leventa und meinem Fressi eigentlich 2-3 Stunden (laut Packungsbeilage) liegen sollten, damit es optimal resorbiert werden kann. Aber da das -gerade unter der Woche- nicht realisierbar ist, haben wir eine Stunde draus gemacht und nun ist halt wichtig, dass es immer ziemlich gleich ist.

Angefangen haben wir letzte Woche Samstag mit 0,1ml Leventa. Die TÄ und Packungsbeilage sagen 0,2ml für einen Hund von 10kg Körpergewicht (ich wiege 8,5kg) und weil uns eine Schilddrüsenspezialistin (TA) am Telefon gesagt, dass man lieber langsam einschleichen sollte, haben wir halt mit 0,1ml angefangen. Gestern hat Frauchen dann auf 0,15ml erhöht.

Ach wisst ihr was? Ich lass das Frauchen mal berichten 😉
An Tag 1+2 hat Milow mehr geschlafen, da war es auch noch nicht so warm, also kanns daran nicht gelegen haben. Er hat vor allem von sich aus die Ruhe gesucht und tief und fest und lange geschlafen – selbst tagsüber mal 3 Stunden am Stück. Das kommt sonst nur seeehr selten bis gar nicht vor. Ein Auge ist immer auf quasi. 😉 Seitdem ist das nicht mehr ganz so auffällig, allerdings hat er die Woche über ja sowieso vormittags komplett verschlafen.
Er ist zumindest auch nachts ruhiger als vorher. Vorher hat er mindestens 4-5x pro Nacht die Schlafposition gewechselt. Momentan ist es so, dass das vielleicht noch 2 mal ist und das Bett verlassen und sich irgendwo anders in der Wohnung hinlegen macht er auch nicht mehr. Ob das nun damit zusammenhängt? Keine Ahnung, zumindest ist es seit dem so und ich habe extra NICHTS anders gemacht als sonst.

Momentan ist es natürlich auch schwierig zu beurteilen, ob geändertes Verhalten nun am Wetter liegt oder nicht. Es hat sich noch nicht viel getan, aber es gibt immer wieder einzelne Situationen, in denen ich mich wundere. Aktuellstes Erlebnis war eine Katzenbegegnung vorhin. Katze ungefähr 5m entfernt aufm Parkplatz, sitzt an einem Auto. Milow sieht sie und rastet – wie immer – aus. Aaaaaber, nach ein paar Sekunden hört er auf und steht nur noch da und dreht sich dann sogar direkt zu mir um. Wir konnten dann sogar noch dort stehenbleiben und er hat an lockerer Leine dort gestanden und die Katze ruhig beobachtet und immer wieder zu mir geschaut. 🙂  Und das am Ende eines so heißen Tages, nach ner Stunde Gassirunde und toben im Garten. 😉
Aber gestern zb ist mir aufgefallen, dass er stärker auf plötzliches laute Geräusche reagiert hat – teilweise. Sehr situationsabhängig. War bisher ja kein Problem. Heute auch wieder nicht.

Natürlich darf ich jetzt nicht in jeden Pups etwas hineininterpretieren, aber es gilt eben ihn genau zu beobachten, um zu sehen, ob und bei welcher Dosierung sich Veränderungen einstellen und wenn nötig die Dosierung anzupassen.
Generell kann man jednefalls sagen (auch schon seit der Kehlfleisch-Zeit), dass er wesentlich entspannter draußen ist. Er rennt nicht mehr nähmaschinen-mäßig umher und springt in jedes raschelnde Gebüsch, sondern schnüffelt, ist aufmerksam (mal mehr mal weniger 😉 ) und hat solche Situationen, in denen er völlig ausrastet und nicht mehr ansprechbar war, auf jedenfall seltener. Und in diesen Situationen (zb Hasenbegegnung vorhin am Feld) kommt er wesentlich schneller wieder „runter“ und kann sich auf mich einlassen, als früher. Genau da kann man dann nämlich auch mit Training ansetzen. Vorher hätte ihn da dann auch ein LKW überfahren können, wenn er in seinem „Tunnel“ war.

Ich glaube mit ein bißchen Zeit und Geduld wird das 🙂