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Lernen fürs Leben

Training am Gartenzaun

Diese Kumpels wohnen momentan hinter unserem Haus auf der Weide. 2015-05-05 20.23.11

Nicht nur ein oder zwei davon, sondern gleich ein ganzes Rudel – nämlich 7 Kühe!

Eigentlich sollen die das Gras auf der Weide abfressen, aber irgendwie kommen die gar nicht voran. 😉 Stattdessen kommen die immer ganz neugierig an unseren Zaun, wenn ich mit Frauchen im Garten bin.

Manchmal, wenn die wieder ihre dicken Nasen durch den Zaun stecken, renne ich volle Lotte hin und belle denen, dass sie auf ihrer Seite bleiben sollen. MEIN Gras fress ich SELBER!

Meist ignoriere ich sie aber brav.

Stellt euch mal vor, heute fingen die auf einmal an zu rennen und die eine Kuh sah aus, als hätte sie Haken geschlagen. *kicher* Ist bei deren Körpermasse nicht ganz so elegant. Fand ich im ersten Moment echt gruselig, so kenn ich die Kollegen gar nicht.

Frauchen hofft ja, dass wir dann als nächstes ein paar Schafe als Nachbarn bekommen. 😉

Habt ihr auch so interessante Nachbarn?

Mit allen Sinnen ganz wo anders

Frauchen hier:

Bei unserem Training geht es (trotz kleiner SDU-Rückschläge) gut voran und aufgrund eines Erlebnisses der letzten Tage möchte ich kurz eine Erfahrung beschreiben.

Bis vor einiger Zeit hatten wir nur den „einfachen Rückruf“, in unserem Fall mit einem kurzen Doppelpfiff. Auf nahe Distanz gibt es auch ein Wort, aber in diesem Beitrag soll es um den Pfiff gehen.

Ende des Sommers waren wir auf einem Seminar, wo es genau um dieses Thema ging. Dort wurden der einfache und doppelte Rückruf vorgestellt und seitdem bin ich umgeschwenkt. Hintergrund ist nämlich: im normalen Alltag (also ohne besondere Ablenkung) funktioniert der einfache Doppelpfiff super. Sobald aber Ablenkung da ist, braucht es (bei uns) mehr.

Beispiel vom letzten Wochenende, wo man das mal super „gesehen“ hat. Es hat geregnet und wir waren (mal wieder) offline am Feld unterwegs. Milow war vorher brav an der Leine gegangen und durfte dann Mäuschen suchen -hat sogar eine gefangen-. Er war also mit allen Sinnen abgetaucht in seine Welt und auch in solchen Situationen teste ich immer mal wieder das Umorientierungssignal um zu schauen, ob er zumindest mit einem Ohr noch in meiner Welt ist. 😉 Klappt allermeist auch super. An dem Tag wollte ich mal den Pfiff wieder testen. Also war er in seine Schnüffelei vertieft und ich zig Meter entfernt. Bei meinem Doppelpfiff hat man deutlich gemerkt, dass Milow es gehört hat, hat aber aufgrund der Ablenkung nicht wie sonst direkt einen Sprint zu mir hingelegt. (Das geschieht ja innerhalb eines Sekundenbruchteils normalerweise) Man hat direkt gesehen, dass ihn der Doppelpfiff erstmal wieder in die Menschenwelt geholt hat und die erneuten kurzen Signale daraufhin ihn quasi zu mir „gezogen“ haben.

Warum habe ich den doppelten Rückruf vorher gescheut? Ich schätze, weil man natürlich so wenig wie möglich auffallen möchte. 😀 Am liebsten ruft man nur leise und kurz „hier“ und der Hund steht vor einem. Das dürfte aber bei den allermeisten nicht funktionieren. Also muss man gerade unter Ablenkung den Wuffel immer wieder dran erinnern, was er eigentlich gerade tun sollte. 😉

Die Pfeife geht zwar durch und durch, aber wenn mein Hund dafür zu mir kommt ist mir das auch egal. Habe keine Lust „Hier, Hasso! Hiiieeeeer! Hierher! Kommst du jetzt her! Hasso!!!“ zu brüllen 😉

Natürlich ist ein „laufender Reiz“ (sprich fliehender Hase o.ä.) dann noch eine Spur härter, aber Training ist ja Entwicklung. Und falls es im Kleinen schon nicht klappen würde, täte es das im Großen erst recht nicht. *klugscheißermodusaus* 😉

Die Sache mit den Belohnungen…

Frauchen hier:

Belohnungen sind prima und jeder freut sich über sie. Auch die Hunde natürlich. Sie merken, dass sie etwas richtig gemacht haben.

Aber was für Belohnungen gibt es und welche Belohnung passt in welcher Situation?

Milow ist ja so ein Kandidat, der sich draußen (speziell in „interessanteren“ Situationen) nicht so gut auf gewisse Dinge konzentrieren kann. Spielsachen (egal, ob der sonst so heißgeliebte Ball oder ein Quietschespieli) interessieren ihn draußen so gut wie gar nicht und wenn dann nur kurz. Das höchste der Gefühle ist apportieren (zb Verlorensuche), wobei er es da wohl auch eher für das Leckerli am Ende macht. 😉

Jedenfalls fing das Ganze vor einiger Zeit damit an eine Liste der TOP Belohnungen für Milow zu erstellen. Habt ihr das schonmal gemacht? ist gar nicht so einfach! Und erschreckend, wieviele Belohnungen gar nichts mit MIR zu tun haben.

Aber erstmal muss man das Wort Belohnung richtig definieren. Das heitß nämlich „Dinge, die der Hund gerne macht“ (ganz egal, wie MIR das gefällt 😉 ). Daher ist zb Ball hetzen genauso eine Belohnung wie Leckerlies suchen und Mäuschen schnüffeln.

Anfangs kam ich noch nicht mal auf 20 Belohnungen. 🙁

Nunja, eigentlich wollte ich euch ja zeigen, was bei uns vor kurzem neu eingezogen ist. Das Teil hat Tendenzen zu einer Superbelohnung zu werden.

fellzergel1Ein Fellzergel. Das Fell ist so gut mit einem starken Garn vernäht, dass das wohl ne Weile halten wird. Zumal er es ja auch nicht perment zugänglich hat. Aber man kann damit schon gut „zotteln“ wie das bei uns heißt.

Leckerli sind nämlich als Belohnung ok, aber von der Wertigkeit nicht sehr viel wert.
Mein Augenmerk liegt für die nahe Zukunft jetzt darauf, seine tollen Belohnungen mehr mit mir zu verknüpfen. Wie zb das Zergeln mit mir zusammen und nicht einfach einem Ball oder anderem Spielzeug hinterherrennen. Dann wird lieber MIT MIR zusammen gerannt, das macht auch Spaß. Aber solche Dinge muss man erstmal herausfinden und etablieren.

Habt ihr auch Superbelohnungen? Wenn ja welche und für welche Situationen?

Der Katzenhasser reloaded

Ja, wie soll ich es wuffen…
Katzen und ich sind ja eine spezielle Feindschaft. 😉 Keine Ahnung wieso, aber auch bevor ich von ner Mini-Mieze mal einen auf die Nase bekommen habe mochte ich diese „Dinger“ nicht wirklich. Sind wohl die (schnellen) Bewegungen meint Frauchen.
Wie auch immer. Natürlich gefällt dem Frauchen das nicht, denn Katzen trifft man immer mal irgendwo und wenn ich dann losflitze und Harakiri machen will ist das wohl nicht so gut. 😉

Nun trainieren wir ja schon eine kleine Weile etwas anders und beim Sonntagsgassi letztes Wochenende hatten wir dann auf der Schaumburg eine kleine Begegnung. Als erstes begegnete uns diese rot-weiße Mieze als sie gerade über den Weg bei der Burg lief. Im ersten Augenblick war natürlich mein Relex „Hin!!!“, aber ich bin nicht mal bis zum Leinenende gelaufen und stehengeblieben. Frauchen hat dann abgewartet, bis ich mich von mir aus von der Mieze lösen konnte und zu ihr umgedreht bin. Da gabs dann Lob und nach einem kurzen Moment (Mieze war jetzt auch weg) sind wir weitergegangen. Aber um die nächste Kurve haben wir sie wiedergetroffen, sie schlawenzelte gerade in der Sonne an einem Baum entlang. Hab ich natürlich direkt gesehen und… bin mit Frauchen stehengeblieben. „Glotzen“ heißt das bei Frauchen. *kicher*

Naja und wie das Glotzen aussah könnt ihr euch hier im Video selber ansehen:

Es gab übrigens kein Sitz-Kommando, Frauchen ist nur stehengeblieben. Nebenbei lief da sogar noch ein Opa mit seinem kleinen Enkel zwischen uns und der Katze lang und meinte „Ooohhh, guck mal die süüüße Katze da!!“
Hat mich aber alles nicht die Bohne gestört.

Dass Frauchen so ein bißchen Katze glotzen sooo stolz machen könnte hätt ich nicht gedacht. Demnächst probier ich das mal bei anderen Tieren. 😉

Apportieren ist nicht gleich apportieren!

Ich bin ja ein kleiner Territriever und hab da auch echt Spaß dran Frauchen etwas zurückzubringen. Die verliert ja andauernd was! Den wertvollen Futterdummy, Spielzeug und und und.

Gestern auf der Gassirunde ist ihr dann beim rumgraben in der Tasche ihr Schlüsselbund runtergefallen und sie sagte dann ganz unbekümmert „Milow, bring´s!“ und zeigte dorthin. Ich natürlich ganz pflichtbewusst hingerannt, abgestoppt und umgedreht. OHNE Schlüsselbund. Frauchen verwirrt. Hat sie mich nochmal hingeschickt, ich nochmal hingelaufen und davor stehengeblieben. Hab dann beschwichtigt und bin nen Meter links und rechts vom Schlüsselbund rumgeirrt. 😉

Frauchen meint ja sie is schlau, hatse sich da gedacht „Aha, weil es Metall ist!“ (obwohl ja ein Paracord Anhänger mit am Schlüsselbund dran ist) und wollte es abends zu hause nochmal probieren.

Gesagt, getan. Irgendwann abends liegt auf einmal der Schlüsselbund wieder auf dem Boden rum und ich solls bringen. Hingelaufen, geguckt, angestupst aber nicht apportiert.
IMG_2169.JPG„Ich weiß, dass ich dir den Schlüssel bringen soll, aber ich weiß nicht WIE!“ *hilflosguck*
IMG_2172.JPG„Da liegt er! Nimm ihn doch selber Frauchen, bitte!“

Wir haben dann ganz klein angefangen und Frauchen hat den Schlüsselanhänger erstmal abgemacht und mich den ein paar Mal (übrigens direkt problemlos) apportieren lassen.
Dann den Anhänger wieder an den Schlüsselbund gemacht und ich war wieder verunsichert. :-/ Hab ihn dann aber immerhin mal ins Maul genommen und ein paar cm getragen.
Da war letztlich ganz schön Überredungsarbeit gefragt von Frauchen, bis ich ihn ihr mal nen Meter getragen habe und in die Hand gegeben habe.
Sie hat es wieder mit dem Markern gemacht, also wenn ich mit der Schnüt an den Anhänger gegangen bin „klick!“ und Leckerchen ins Mäulchen. Nach ein paar Mal gab´s den Klick erst, wenn ich ihn mindestens kurz aufgenommen habe. Und dann irgendwann erst, wenn ich ihn wenigstens ein klitzekleines Stückchen getragen habe. Und so weiter…
Und zu guter Letzt hab ich ihn dann eben auch in die Hand gebracht. …und war dann ganz schön platt danach. *gähn*

Da sieht man mal wieder, apportieren ist nicht gleich apportieren. Eigentlich apportiere ich alles, von zb einer Plastikverpackung, Spielsachen, einer kleinen Gartenschaufel, Leine, etc…oder sogar Menschenbonbons. Aber Metall war bisher nicht dabei. Das werden wir bestimmt nochmal üben! 🙂