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hier wufft Frauchen

Trainingserfolge würdigen

Wie im alltäglichen Leben bleiben einem auch im Training mit dem Hund eher die negativen Erlebnisse im Gedächtnis. Die Guten nimmt man irgendwann für selbstverständlich hin.

Auch mir geht es da nicht anders und manchmal denke ich, dass wir im Training ja teilweise noch nicht recht weitergekommen sind. Aber dann gibt es wieder Situationen wie die folgende im Video, wo mir (wenn ich sie bewusst wahrnehme) klar wird, dass sich da eindeutig etwas getan hat und wir stolz drauf sein können. 🙂

Das war letzten Sonntag am frühen Nachmittag am Mittellandkanal. Milow hat sooooooo toll die Stellen angezeigt, wo Tiere kleine Nischen ins Gebüsch geschlagen haben. Er wäre zuuuu gerne da mal schauen gegangen, denn Vögel waren da jede Menge im Gebüsch. 😉

Im Vergleich dazu ein Video von vor etwa 1,5 Jahren.

Ich finde den Unterschied schon gravierend! O.O Er kann Kontakt mit mir aufnehmen und das sogar mehrfach an verschiedenen Stellen. Klasse!

Natürlich steckt da viel Training hinter und 1,5 Jahre ist eine lange Zeit. Außerdem ist er auch (noch) nicht in allen Situationen so cool.

Wie haben wir also diesen aktuellen Stand erreicht? Mit Markertraining. In unserem Fall ein Markerwort („tack“) und das jedes Mal angewendet, wenn er auch nur für einen Mini-Moment vorm Gebüsch gestanden hat -> Marker -> Belohnung/Lob. Es dauerte nicht lange, dann hatte er kapiert, dass reinspringen nicht gewünscht ist 😉 und die Zeit vom „Vorstehen“ bis zum Marker konnte verlängert werden. Mittlerweile gibt es abwechselnd Lob/Leckerlie und dann weitergehen.

Ich glaube, wenn man einen einfachen Hund haben möchte, ist man bei der Terrierfraktion falsch beraten. 😉 Wobei Milow ja in so ziemlich allen anderen Dingen außer dem Jagen ein echt einfacher Hund ist. (hat aber natürlich auch mit Training zu tun)
Aber einfach kann ja jeder und auch wenn ich in der Vergangenheit oft genervt war, wäre es mir persönlich wahrscheinlich schnell langweilig, wenn wir nichts hätten, woran wir arbeiten können. 😉

Beim zweiten Hund wird alles besser! …oder?

Mittlerweile wohnt Nova seit gut 11 Wochen bei uns und ich muss sagen, es hat sich alles ganz gut eingespielt.

Milow musste am Anfang auch erstmal verstehen, dass sie dauerhaft bei uns bleibt. 😉 Er ist super und sehr klar im Umgang mit ihr. Seeeeeehhhhr geduldig, trotzdem weist er sie angemessen zurecht, wenn es nötig ist. Sie ist super frech und neugierig – wie ein Welpe sein sollte.

Vorher

Natürlich habe ich – als Kopfmensch – mir vor dem Einzug viele Gedanken gemacht. Manche vielleicht zurecht, manche auch überflüssig wie sich im Laufe der Zeit rausstellte. Da merkt man auch immer mal wieder, wie unterschiedlich Hunde nun mal sind.

Als Beispiel schläft Nova seit etwa der 3. oder 4. Nacht durch, mit Milow bin ich damals noch wesentlich länger nachts aufgestanden und rausgegangen. Er war auch bis etwa zu einem halben Jahr nicht komplett stubenrein. Nova ist das bei uns zuhause schon. Wenn sie muss, geht sie zur Terrassentür (wenn diese zu ist) oder direkt nach draußen, wenn die Tür offen ist.
Das Durchschlafen und die Stubenreinheit waren also Sachen, bei denen ich mich auf eine ähnliche Wiederholung eingestellt hatte, Nova mich dann aber überrascht hat.

Vorsätze und Ist-Zustand

Ich möchte, dass meine Hunde gut erzogen sind. Natürlich „ticken“ sie auch mal aus, aber überwiegend sollte das so sein. 😉
Daher hatte ich mir vorgenommen, auf gewisse Dinge direkt von Anfang an zu achten.

  • Ich wollte zb das Allein bleiben von Anfang an üben, nicht erst -wie bei Milow- mit 1,5 Jahren damit anfangen.
    –> Den Vorsatz habe ich erfüllt (wir werden es aber natürlich weiterhin üben), denn Nova bleibt mittlerweile meist morgens bei der Gassirunde vor der Arbeit lieber noch im Bett. So gehe ich diese Runde mit Milow alleine. Ist aber auch kein Problem, schließlich bekommt Nova in der HuTa anschließend noch genug „Auslauf“ und gelöst hat sie sich ja immer schon direkt nach dem Aufstehen.
  • Leinenführigkeit ist mir sehr wichtig. Ich möchte nicht durch die Gegend gezogen werden, auch wenn es zwei kleine Hunde sind. Ich finde es immer schlimm, wenn uns solche Gespanne begegnen, wo der kleine Hund keuchend in der Leine vorwärts zieht – nicht nur für einen kurzen Moment, sondern permanent. Und gerade mit zweien ist so ein Leinenwirrwarr doch ätzend.
    –> aktueller Stand ist, dass es mit jedem einzeln gut klappt. 😉 Zusammen und nebeneinander ist noch stark ausbaufähig, weil Nova sich oft an Milow drückt oder an ihm rumspringen will und er dann auf Abstand gehen will. Momentan geht dann einer links, der andere auf meiner rechten Seite. Das klappt ganz gut. Wobei ich dazu sagen muss, dass Milow in für ihn aufregenden Situation auch den Hang zum Ziehen hat. Da dann teilweise situationsbedingt aber auch keine Möglichkeit für´s Training ist, lasse ich das dann auch mal durchgehen. Wieso sollten die Hunde immer perfekt sein, wenn ich es auch nicht bin?!
  • Futter, Knabbersachen etc. wegnehmen können. Bei den Dackeln meiner Eltern früher war es unmöglich einen Kauknochen o.ä. wegzunehmen. Ich wäre nicht sicher gewesen, ob die dann nicht wirklich zugebissen hätten. Daher habe ich da bei Milow auch schon sehr drauf geachtet und es geübt. Klappt auch prima, er lässt sich jegliches solcher Art wegnehmen ohne zu murren.
    –> Nova hat anfangs versucht ihr „Knabbi“ mit ‚bösem‘ 😉 Knurren zu verteidigen. Und ich muss sagen, wenn es mir damit nicht so ernst wäre, hätte ich davor schon etwas zurückschrecken können. Aber da sage ich mir, sollte sie mich zwicken, bekommt sie eine Ansage. Da verstehe ich dann auch keinen Spaß. Mittlerweile knurrt sie nur noch halbherzig, lässt es dann aber selber los und bekommt es ja in 80% der Fälle sowieso direkt wieder. Mein Kommando dafür ist übrigens „Zeig mal!“ 😉
  • Der Rückruf ist mir aus der Erfahrung mit Milow auch sehr wichtig.
    –> Nova läuft (noch) nicht wirklich weit weg und ist sehr aufmerksam immer wieder nach mir zu schauen, auch wenn sie sich draußen auch gerne an Milow orientiert. Wir üben sowohl mit der Pfeife als auch mit Kommando. Klappt beides prima. Und zumindest in Trainingssituationen (Hasenbegnung o.ä. hatten wir noch nicht seitdem) klappt es prima und sie ziehen sich beide gegenseitig mit. Als würden sie sagen „Loooos!!! Wer schneller bei der Leberwurst ist!!!“ 😀

Verbesserungswürdig?

Tja, was ist noch verbesserungswürdig?

Nova wird weiterhin viele verschiedene Dinge kennenlernen, schnaubende Pferde findet sie zum Beispiel gruselig. Pferde an sich sind aber kein Problem. Es sind also eher Kleinigkeiten zwischendrin. Große „Baustellen“ bei Nova oder zwischen den beiden gibt es nicht.

Und die Moral von der Geschicht?

Beim zweiten Hund wird alles besser? Naja, besser vielleicht auch, aber auf jeden Fall anders.

Dinge, wo ich mir vorher eventuell Schwierigkeiten ausgemalt habe, klappen direkt problemlos und widerrum Dinge, denen ich keine große Bedeutung zugedacht hatte, müssen wir nun teilweise üben.

Auf jeden Fall bin ICH aber beim zweiten Hund wesentlich entspannter. Ich sehe einiges nicht mehr so verbissen, auch wenn es mir trotzdem wichtig ist.

Ein gutes Beispiel ist, dass ich Nova fast immer ohne Leine laufen lasse. An der Schleppleine nur, wenn Straßen in der Nähe sind oder ich auf Leinenkontrolle (Brut- und Setzzeit!) gefasst bin.
Ich schaue auch nicht dauernd nach ihr, sondern „vertraue“ darauf, dass SIE schaut. Einfach schon, weil ich häufig eher Milow im Auge behalten „muss“. Es ist schon ein paar Mal vorgekommen, dass ich mich plötzlich umdrehte und fast hektisch wurde und Nova suchte. Dabei lief sie einfach direkt neben/hinter mir. 😀

Manche Sachen klappen einfach, weil man sich mal nicht so viele Gedanken drum macht. Als Beispiel fallen mir hier die verschiedensten Untergründe ein. Es gibt ja Hunde, die Probleme mit Gittern (Treppen, Abtreter o.ä.) haben und partour nicht drüberlaufen wollen.
Ehrlich gesagt bin ich einfach normal gegangen, wo wir immer lang gehen und habe meist erst hinterher gemerkt „Ups, da war ja jetzt ein großes Gitter“. Einfach weil Milow problemlos drüberläuft und Nova dann einfach mitdackelt.

Ich habe schon erwartet, dass die Kleine sich einiges von Milow abschauen wird (auch nicht unbedingt nur Positives 😉 ), aber dass das so viel bringen würde hätte ich nicht gedacht.
Milow ist für Nova wirklich ein großer Bruder, ein Vorbild. Wenn ihr etwas nicht geheuer ist (was recht selten vorkommt), schaut sie was er dazu sagt. Ist er cool, ist sie es auch. Wufft er, wufft sie auch. 😉
Schnuffelt Milow irgendwo besonders interessiert, will sie auch schnuffeln gehen.
Wir sind ja vor ein paar Wochen mal mit dem Zug nach Hannover gefahren und Nova hat sehr stark geschaut, was Milow so sagt. Und da Milow in 95% der Situationen eine total coole Socke ist, fand sie es auch toll. 🙂 In vielen Dingen ist ein souveräner Ersthund also wirklich Gold wert!
Wo ich mir noch nicht so sicher bin ist, wie die Gruppendynamik sich entwickeln wird, wenn Nova evtl irgendwann merkt, dass sie ein Jagdhund ist. 😉
Sie hat aber eine starke Menschenbindung, könnte also (hoffentlich) sein, dass sie da etwas besser händelbar wird als Milow es ist. *daumendrück* 😉

Ach und was natürlich auch nicht zu vergessen ist, dass es zu zweit einfach schöner ist. Milow genießt zwar auch seine Zeit alleine bzw. mit mir zusammen sehr, aber es gibt jeden Tag genug Situationen wo die beiden zusammen rumtollen und rennen, wie es nur Hunde miteinander können. <3

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Die Schattenseiten 😉

Die gibt es natürlich auch, das will ich gar nicht verschweigen. Zum Beispiel habe ich jetzt weniger Platz im Bett als vorher. Links neben mir (natürlich auch mit Körperkontakt) der eine, rechts der andere. 😀 Gut, dass das Bett so groß ist!
Auch muss Milow erstmal lernen, nicht auch auf „Nova“-Rufe zu hören. Zumindest, wenn ich tatsächlich NUR sie rufen wollte. Auch beim Tricksen o.ä. ist das noch die größte Baustelle, dass jeder nur auf seinen Namen reagiert. Aber das dauert natürlich einfach seine Zeit!
Das, was mich gefühlt am meisten „nervt“ (denn es ist nur eine Kleinigkeit und gut zu managen, wie oben beschrieben) ist das Gehen an der kurzen Leine mit beiden AUF EINER SEITE (geht ja manchmal nicht anders). *augenroll*
Aber hey, das wird schon! 🙂

Schicker Apfelschutz

Letztens hatte ich bei MiDoggy einen Artikel zu einer schicken neuen Apfelschutzhülle gelesen.

Ich bin ja auch leidenschaftlicher Applenutzer und immer besorgt um das Teil. 😉 Ich nutze bisher immer eine Panzerglasfolie und ein TPU Cover. Die Cover sind supergünstig, liegen gut in der Hand. Der einzige Nachteil ist, dass sie durch den Schmutz der Hosen-/Jackentaschen und Hände irgendwann unansehnlich werden.

So auch vor kurzem, da dachte ich mir noch „Jetzt muss was Neues her“. Dann bin ich bei Julia auf die personalisierte Hülle von Mr. Nutcase gestoßen.
Sofort war klar! Haben wollen!! 🙂

Gesagt, getan und tadaaaa… jetzt kam meine schicke Hülle an. Milow und Nova jetzt immer auch hinten am Handy mit dabei. 😉

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Mein Must have für den Welpentransport

Wenn man quasi alleinerziehende Hundemami mit zwei Hunden ist und einer davon auch noch ein Welpe, dann hat man manchmal (wie sicher bei Zweibeinermamis auch) irgendwie mindestens eine Hand zu wenig zur Verfügung. Noch dazu kann (bzw. soll) der Neuzugang ja noch nicht so lange mitlaufen wie der „Große“, aber widerrum kann man den Welpen auch nicht immer alleine im Auto oder Zuhause lassen.

Anfangs habe ich Nova -weil es auch von den Temperaturen noch passte- einfach in die Fleecejacke gesteckt, Reißverschluss halb hoch und so war sie gut eingepackt, wenn sie nicht mehr selber laufen sollte.
Jetzt mit den wärmeren Temperaturen und gewachsen ist sie ja auch 😉 , ist das auf dem Arm tragen aus den oben genannten Gründen keine Option und somit sind wir fast die ganze Zeit mit dem tollen (geliehenen 😉 ) Welpenrucksack von Hunter unterwegs.

Viele Welpenrucksäcke/Taschen, die ich gesehen habe sind nicht so toll, weil sie keinen festen Boden haben und der Hund somit immer unten durchhängt. Ist für das Sicherheitsgefühl des Hundes bestimmt auch nicht so toll.

Bei dem Rucksack von Hunter ist der Bodenteil etwas fester, so dass Nova darin stehen und sitzen kann ohne durchzuhängen. Wenn man sich die Träger hinter dem Kopf verkreuzt und den Beckengurt nutzt, hat das Teil wirklich guten Halt und das Gewicht des Hunden verteilt sich auf Schultern und Rücken. So kann man dann auch mal längere Strecken zurücklegen.

welpenrucksack_hunter

Nova gefällt es darin jedenfalls und sie wird sicher noch einige Zeit darin verbringen. Denn so hat man (wenn Hund ruhig sitzt) tatsächlich beide Hände frei, das ist super praktisch.

Muss man den Hund überall mit hinnehmen?

Gerade letztens habe ich irgendwo in der Bloggerwelt einen Artikel darüber gelesen, ob man seinen Hund wirklich überall mit hinnehmen muss. Ich weiß leider nicht mehr wo das war. Musste allerdings heute dran denken.

Wir haben heute „Opa“ besucht und waren mit ihm dann im Einkaufszentrum. Ja, mit beiden Hunden! Nova fast die ganze Zeit im Welpenrucksack und Milow lief selbst. 😉

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Und warum? Tja, da wir eine gute Stunde von Zuhause weg waren und „Opa“ ja auch für ein paar Stunden besuchen wollten, war Hunde zuhause lassen keine Alternative. Bei „Opa“ in der Wohnung lassen auch nicht, denn Milow ist schnell unentspannt, wenn er irgendwo außer Zuhause alleine bleiben soll. Außerdem ist die Wohnung nicht hundesicher. Und im Auto lassen (wo beide super entspannt sind) war auch keine Option, denn das Wetter war zwar oft bewölkt aber teilweise auch sonnig und somit zu warm.

Und genau so eine Situation ist der Grund warum ich sehr froh drum bin, dass ich Milow überall mit hinnehmen kann. Wir haben das natürlich auch von klein auf geübt bzw. er „musste“ einfach immer mit so wie Nova jetzt auch.

Abgesehen davon, dass Milow sicher lieber über eine Mäusewiese geflitzt wäre, war er super cool und ist toll mitgelaufen, hat gewartet und sich 1a benommen. Nova war im Welpenrucksack und ist ziemlich bald vor Spannung 😉 eingeschlafen.

Tja und so ist das häufig bei uns. Da wir ländlich wohnen und auch häufig in der nicht-näheren-Umgebung unterwegs sind, müssen die Hunde auch oft mit, egal ob Baumarkt, Einkaufszentrum, Restaurant oder sonstwas. Denn schließlich habe ich meine Lieben auch am liebsten dabei und zumindest bei Milow bin ich mir sicher, er ist lieber mit mir im Einkaufszentrum als alleine zuhause. Und Nova? Na die genauso glaube ich. 😉

Natürlich kommt das immer auf den jeweiligen Hund an. Ich glaube aber schon, dass man das mit den meisten Hunden üben kann und sollte, damit sowas im Fall der Fälle entspannt klappt. Dass sowas sonst stressig ist, wenn man es 1x pro Jahr macht, ist ja nachvollziehbar und würde mir genauso gehen.

Also, wie ihr lest ist es mir sehr wichtig, dass ich meinen Hund bzw. Hunde guten Gewissens mitnehmen kann. Wie ist das bei euch?