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hier wufft Frauchen

Woche 2

Gestern ist Woche 2 mit meinem neuen morgendlichen Ritual gestartet. Seitdem ich das Leventa bekomme, sieht es bei uns morgens nämlich so aus, dass ich direkt nach dem Aufstehen die kleine Spritze mit dem ekligen Zeug ins Mäulchen kriege und dann direkt als Belohnung ein Stück Toastbrot. Hmm, yammi, dafür würde ich alles machen. Frauchen meint, man sieht mir auch immer an, dass mir das Zeug nicht schmeckt, aber trotzdem stehe ich morgens freiwillig auf und tippel in die Küche, wenn ich Frauchen rascheln höre. Nachdem ich das Toastbrot dann bekommen habe, hau ich mich aber wieder hin. 😉
Hintergrund ist, dass zwischen dem Leventa und meinem Fressi eigentlich 2-3 Stunden (laut Packungsbeilage) liegen sollten, damit es optimal resorbiert werden kann. Aber da das -gerade unter der Woche- nicht realisierbar ist, haben wir eine Stunde draus gemacht und nun ist halt wichtig, dass es immer ziemlich gleich ist.

Angefangen haben wir letzte Woche Samstag mit 0,1ml Leventa. Die TÄ und Packungsbeilage sagen 0,2ml für einen Hund von 10kg Körpergewicht (ich wiege 8,5kg) und weil uns eine Schilddrüsenspezialistin (TA) am Telefon gesagt, dass man lieber langsam einschleichen sollte, haben wir halt mit 0,1ml angefangen. Gestern hat Frauchen dann auf 0,15ml erhöht.

Ach wisst ihr was? Ich lass das Frauchen mal berichten 😉
An Tag 1+2 hat Milow mehr geschlafen, da war es auch noch nicht so warm, also kanns daran nicht gelegen haben. Er hat vor allem von sich aus die Ruhe gesucht und tief und fest und lange geschlafen – selbst tagsüber mal 3 Stunden am Stück. Das kommt sonst nur seeehr selten bis gar nicht vor. Ein Auge ist immer auf quasi. 😉 Seitdem ist das nicht mehr ganz so auffällig, allerdings hat er die Woche über ja sowieso vormittags komplett verschlafen.
Er ist zumindest auch nachts ruhiger als vorher. Vorher hat er mindestens 4-5x pro Nacht die Schlafposition gewechselt. Momentan ist es so, dass das vielleicht noch 2 mal ist und das Bett verlassen und sich irgendwo anders in der Wohnung hinlegen macht er auch nicht mehr. Ob das nun damit zusammenhängt? Keine Ahnung, zumindest ist es seit dem so und ich habe extra NICHTS anders gemacht als sonst.

Momentan ist es natürlich auch schwierig zu beurteilen, ob geändertes Verhalten nun am Wetter liegt oder nicht. Es hat sich noch nicht viel getan, aber es gibt immer wieder einzelne Situationen, in denen ich mich wundere. Aktuellstes Erlebnis war eine Katzenbegegnung vorhin. Katze ungefähr 5m entfernt aufm Parkplatz, sitzt an einem Auto. Milow sieht sie und rastet – wie immer – aus. Aaaaaber, nach ein paar Sekunden hört er auf und steht nur noch da und dreht sich dann sogar direkt zu mir um. Wir konnten dann sogar noch dort stehenbleiben und er hat an lockerer Leine dort gestanden und die Katze ruhig beobachtet und immer wieder zu mir geschaut. 🙂  Und das am Ende eines so heißen Tages, nach ner Stunde Gassirunde und toben im Garten. 😉
Aber gestern zb ist mir aufgefallen, dass er stärker auf plötzliches laute Geräusche reagiert hat – teilweise. Sehr situationsabhängig. War bisher ja kein Problem. Heute auch wieder nicht.

Natürlich darf ich jetzt nicht in jeden Pups etwas hineininterpretieren, aber es gilt eben ihn genau zu beobachten, um zu sehen, ob und bei welcher Dosierung sich Veränderungen einstellen und wenn nötig die Dosierung anzupassen.
Generell kann man jednefalls sagen (auch schon seit der Kehlfleisch-Zeit), dass er wesentlich entspannter draußen ist. Er rennt nicht mehr nähmaschinen-mäßig umher und springt in jedes raschelnde Gebüsch, sondern schnüffelt, ist aufmerksam (mal mehr mal weniger 😉 ) und hat solche Situationen, in denen er völlig ausrastet und nicht mehr ansprechbar war, auf jedenfall seltener. Und in diesen Situationen (zb Hasenbegegnung vorhin am Feld) kommt er wesentlich schneller wieder „runter“ und kann sich auf mich einlassen, als früher. Genau da kann man dann nämlich auch mit Training ansetzen. Vorher hätte ihn da dann auch ein LKW überfahren können, wenn er in seinem „Tunnel“ war.

Ich glaube mit ein bißchen Zeit und Geduld wird das 🙂

Was lange währt…

Frauchen meldet sich wieder zu wuff:

…wird jetzt wohl gut.
Zumindest hatten wir heute spontan einen Termin in einer anderen Tierarztpraxis. Passte ganz gut, denn ich hatte frei. Drauf gekommen sind wir über die Facebookgruppe „Schilddrüse und Verhalten beim Hund“, dieser TA war also quasi eine Empfehlung. Wir mussten zwar pro Strecke 75km fahren, aber schönes Wetter und nette Gegend, da lässt es sich aushalten.

Wieder mal war warten angesagt. Aber egal, irgendwann ging es dann ins Behandlungszimmer und erstmal durfte ich erzählen. Die Blutergebnisse hatte sich die Ärztin vorher schon angesehen.
Und im kompletten Gegensatz zu den bisherigen Tierärzten kannte sie sich tatsächlich aus und bot sogar von sich aus an, dass man das mal 2 Wochen mit SD-Tabletten (o.ä.) probieren könnte.
Sie sagte dann zwar, dass sie in der Praxis kein Forthyron ausgeben (das war ja das, auf 2014-05-30 21.49.57was ich mich eigentlich eingestellt hatte, weil ich dachte das wäre das Gängigste), sondern Wethyrox und Leventa. Ersteres sind Tabletten und letzteres die flüssige Form. Beides sind Präparate mit „Retardwirkung“, sprich sie müssen (theoretisch) nur 1x am Tag gegeben werden. Ich dachte bisher, dass man die Medis schon 2x pro Tag geben müsste, weil die Hunde das schneller verstoffwechseln. Aber gut, die werden schon entsprechende Forschung damit betrieben haben, dass das so sein soll. Es ist ja tatsächlich auch einfacher 1x pro Tag – wenn es denn so wirkt wie es soll.
Wir haben nun also Leventa genommen, da es von der Dosierung für kleine Hunde einfach einfacher ist. Eine Tablette zu vierteln oder gar zu achteln… puh, nee. Leventa wird per kleiner Spritze aufgezogen und entweder direkt ins Maul gegeben oder auf ein Stückchen Brot zb geträufelt.
In der genannten Facebookgruppe sind auch diverse Leute vertreten, die dieses Präparat benutzen und zufrieden damit sind.

Also geht es ab morgen los, mit der im Beipackzettel empfohlenen Dosis. Wir werden euch berichten, ob es sich weiter so positiv entwickelt wie mit dem Kehlkopffleisch.
Ich bin zuversichtlich 🙂

Hundekrankenversicherung – sinnvoll?

Netterweise lässt mich Milow jetzt hier auf seinem Blog mitschreiben. Macht wohl auch Sinn zum Thema Hund. Also seid mir gegrüßt liebe Hunde und Hundefreunde! 😉

Seit April diesen, äh, letzten Jahres hat Milow nun eine Hundekrankenversicherung.
Anfangs habe ich lange hin- und her überlegt, ob hund sowas denn braucht und ob es das Geld letztlich wert ist.

Natürlich hieß es dann vergleichen, vergleichen – das war echt nervig. Mittlerweile gibt es da nämlich recht viel Angebot und meist erkennt man die Unterschiede nicht gleich auf den ersten Blick.

Die größten Kriterien sind wohl die Beitragssumme und die abgedeckten Kosten.
Letztlich sind wir bei der Agila gelandet.

Was bietet so eine Tierkrankenversicherung eigentlich dort?

Kranken- und Unfallschutz

Erstattung der Tierarztkosten für die ambulante und stationäre Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen bis zur Leistungsgrenze (Hunde bis zu 600 EUR und Katzen bis zu 300 EUR im Versicherungsjahr) inklusive:

  • Arzneimittel
  • Unterbringungskosten Tierklinik
  • Diagnostik (u.a. Röntgen, Labor, Ultraschall, EKG, CT, MRT)
  • physikalischer Therapie
  • homöopathischer Behandlung
  • Erstattung bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte

Vorsorgeschutz

Erstattung von Vorsorgemaßnahmen für Hunde und Katzen, bis zu 65 EUR pro Versicherungsjahr für:

  • Impfung
  • Wurmkur
  • Floh-/Zeckenprophylaxe

OP-Kostenschutz

Übernahme der Tierarztkosten ohne Selbstbeteiligung bis zur Leistungsgrenze (Hund: 3.000 EUR / Katze: 1.600 EUR im Versicherungsjahr) für chirurgische Eingriffe unter Narkose und deren Nachbehandlung. Bis zum 3-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte. Ab dem 5. Lebensjahr gilt eine Selbstbeteiligung von jeweils 20% pro Versicherungsfall.

Verkehrsunfallschutz

Erstattung aller Tierarztkosten ohne Höchstbetragsgrenze für die Behandlung unmittelbarer Folgen von Unfällen im öffentlichen Straßenverkehr.

Auslandsschutz

Dauerhaft weltweiter Auslandsschutz bei Reisen. Inklusive medizinisch notwendigen Rücktransports des versicherten Tieres nach Deutschland.

Schnelle Regulierung

Die AGILA Haustierversicherung zahlt innerhalb von nur acht Stunden.

Das ist das „Grundprogramm“ bei der Agila. Es gibt noch die Exklusiv-Variante, für die ich mich entschieden habe. Dort gibt es noch ein paar Dinge mehr, vor allem aber höhere Grenzen. Zb Kranken- und Unfallschutz bis zu 1.100€ pro Jahr, den OP-Kostenschutz in unbegrenzter Höhe und Vorsorgekostenübernahme in Höhe von bis zu 100€.

Stellt sich natürlich die Frage, ob sich das Ganze rechnet.
Meine ursprüngliche Idee war ja, da wir Agility machen kann da natürlich ganz schnell mal was passieren. Einmal vertreten – Bänderriss o.ä. Die Kosten sind dann ganz schnell ziemlich hoch.Wenn man nicht gerade im Geld schwimmt ist das monatliche Einplanen eines solchen Betrages wesentlich angenehmer als die Sorge, was ist, wenn mal wirklich was passiert wo hohe Kosten entstehen. (und bekanntlich braucht man Versicherungen ja nicht, wenn man sie hat 😉 )

So sind nun monatlich rund 40€ fällig. Was kann man in diesem vergangenen dreivierteljahr dagegenrechnen?
Eine Impfung: 45€
Scalibor Halsband: 15€
Bindehautentzündung: 40€
ambulantes Entfernen einer Distichie (auf dem Lidrand wachsende „Wimper“): 65€
kleine Hornhautverletzung (dass Terrier ihren Kopf auch überall reinstecken müssen *augenroll*), mit Nachkontrolle: 60€
Bindehautentzündung: 30€
Magenschleimhautentzündung: 33€

Wie man sieht, Terrier kommt von Terra 😉 der junge Mann muss immer seinen Rüssel überall reinstecken und hat so öfter mal was im/am Auge. -.-

Die Preise sind ca. Angaben, genau weiss ich es nicht mehr. Und ich finde den TA auch recht teuer. Bis vor einiger Zeit waren bei einem anderen direkt bei uns im Ort, der war (vielleicht weil Dorf) zwar billiger, war mir aber nicht so sympathisch. Nachdem wir dann wegen einer Augengeschichte zu dem anderen gefahren sind (eine extra Tieraugenärztin), sind wir dann direkt dort geblieben. Ich finde die Ärztin supernett, Milow mag sie auch und da die Kosten von der KV erstattet werden, kann ich auch mit den Preisen leben. 😉

Gibt also ca. 220€ an Tierarztkosten gegenüber 360€ Beitrag.
Ich hätte noch etwas mehr einreichen können, denn die Homöopathischen Mittel habe ich selbst bezahlt. Hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass das auch übernommen wird. Nunja.

Wenn man also einen Hund hat, der immer mal wieder irgendwas hat (Bindehautentzündung, ausgerissene Kralle, Tobeverletzung, Magenprobleme, …) kann man über sowas nachdenken. Es gibt ja auch etwas günstigere Krankenversicherungen.
Wenn man genügend Geld „in der Hinterhand“ hat für Notfälle, braucht man sowas vermutlich nicht.

Ich fühle mich bei der Agila aber ganz gut aufgehoben, denn bisher ging alles völlig unkompliziert. Die Rechnungen habe ich entweder eingescannt oder abfotografiert und bei denen online hochgeladen. Innerhalb von 1-2 Tagen hat man dann in der Regel das Geld schon auf dem Konto. Bisher ohne Nachfrage.

Habt ihr auch eine Hundekrankenversicherung?