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hier wufft Frauchen

Immer up to date

Schon seit über einem halben Jahr habe ich einen Kalender für Milow bzw. dann auch für beide. Es hat sich nur teilweise als unpraktisch erwiesen, da ich den Kalender auch teilweise als Trainingstagebuch oder für besondere Einträge (zb Novas Läufigkeit o.ä.) genutzt habe. Dafür ist in so einem Din A5 Kalender für beide einfach zu wenig Platz.

Daher hat nun jeder einen eigenen Kalender bekommen. Die Größe ist die gleiche, aber durch Hoch- statt Querformat bleibt dann doch wesentlich mehr Platz zum Schreiben. Weiterlesen!

An der Leine

Schon seit einiger Zeit ist es morgens bei unserer ersten Runde dunkel. Und wer auch auf dem Land wohnt weiß, wenn ich dunkel sage, meine ich dunkel. 😉

Wir wohnen in einem kleinen Dorf, es gibt eine handvoll beleuchtete Straßen, manche davon haben keinen Fußweg. Ehrlich gesagt möchte ich auch nicht im Stockdunkeln am Feld langgehen. Ich habe zwar eine gute Stirnleuchte und die beiden Nasen Leuchthalsbänder, aber ich sehe gerne meine Umgebung. 😉 Nachdem wir letztens grad mal wieder eine Begegnung mit einem Wildschwein hatten, erst recht.

Wir sind auch mit Schleppleinen und Flexileinen ausgestattet, aber beides nutze ich im dustern ungern. Die beiden Leinen fallen also auch weg, da bleibt uns im Winter nur ein kleiner Streifzug durch die paar beleuchteten Straßen bzw. auch die unbeleuchteten, denn dort fühle ich mich immer noch wohler als im freien Feld. 😉

Jedenfalls laufen die beiden im Dunkeln dann immer an der normalen kurzen Leine am Geschirr. Leine am Halsband bedeutet „neben Frauchen laufen, nicht schnüffeln, wir haben ein Ziel“. Leine am Geschirr soll bedeuten „Bewegen, theoretisch auch stehenbleiben und schnüffeln im Leinenradius erlaubt (etwa 1,50m + meine Armlänge).

So weit, so gut. Mit einem Hund funktionierte das auch prima, mit zweien wird es dann schon schwieriger. Zumal ich beide meist auf unterschiedlichen Seiten laufen lasse, weil es einfach harmonischer ist. Wenn beide auf einer Seite laufen (auch von A nach B), kommt es vor, dass sie sich gegenseitig überholen wollen bzw. Nova immer etwas Abstand zu mir hält, weil sie mich ab und an anschaut und somit Milow (der außen läuft) immer ein Stück weit abdrängt. Allerdings kann man mit der der „einer linsk, einer rechts-Lösung“ manchmal nicht beide am Grünstreifen schnüffeln lassen, der teilweise nur auf einer Seite ist.

Lasse ich beide an einer Seite am Geschirr laufen (schnüffeln), zb weil an der anderen Seite die Straße ist und dort LKWs nicht gerade langsam fahren, artet das manchmal aus, weil jeder vorne laufen möchte oder beide dann stehenbleiben zum Schnüffeln, der andere aber weiter geht oder so ähnlich.

Da sonst soweit alles echt gut klappt (wir finden so langsam als Rudel zusammen 😉 ), sind das vermutlich Luxusprobleme. Aber gerade WEIL alles sonst so gut klappt, möchte ich für diese Situationen auch eine gute Lösung finden, denn so wie es aktuell ist, ist das nicht gut.

Daher die Frage, wie ihr (wenn ihr mehrere Hunde habt) das so macht.

Natürlich gehen wir nicht immer so spazieren, aber es gibt nun mal Situationen, wo es nicht anders geht als mit der kurzen Leine, die Hunde aber trotzdem ein bißchen schnüffeln können sollen. Dafür muss ich es ja eine Lösung geben, die nicht permanenten Leinensalat oder ein wie ein Ampelmännchen rumstehendes Frauchen mit sich bringen. 😉

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Doppelter Schreck auf der Gassirunde

Also… es gibt ja solche Tage, die braucht man nicht. O.O

Gestern auf der Nachmittagsrunde steigen wir aus dem Auto aus und an dem Feld, wo wir geparkt haben, wurde gerade Mais geerntet. Also lieber nochmal das Auto etwas weiter an die Seite fahren -was auch gut war- damit der Trecker mit Anhänger dort rauskommt.

Da sind wir also gerade aus dem Auto gestiegen und weil wir ein kurzes Stück später erstmal eine Straße überqueren müssen sind beide an der normalen Leine. Ich lasse sie trotzdem etwas am Grünstreifen neben dem Wirtschaftsweg schnüffeln. Es ist windig, das trockene Gestrüpp am Wegrand raschelt. Aber irgendwie… da raschelt es doch noch etwas mehr. In dem Moment spielt mein Kopfkino schon wieder verrückt und ich hoffe, dass da nicht gleich ein Reh rausgesprungen kommt und uns über den Haufen rennt. 😀
In Wirklichkeit ist es aber ein stattlicher Fuchs, der da plötzlich aus dem kleinen Graben auftaucht, uns sieht und zackig auf der anderen Seite des Grabens die Flucht ergreift. Die beiden Wuffels natürlich außer Rand und Band.
Nova brauchte über 5 Minuten um wieder runterzukommen, bei Milow ging es schneller. Puh!

Habe dann kurz überlegt direkt wieder nach Hause zu fahren, aber schließlich wollten wir das gute Wetter nochmal nutzen. Sind wir also losgetrottet, beide noch etwas aufgedreht. Haben dann Pause gemacht an einem kleinen Grillplatz im Schatten der Hütte. Außer uns war noch eine gackernde Mädelsclique da.

Wir saßen so da, Milow wälzte sich im Gras, Nova stand und guckte in der Gegend rum. Da kamen irgendwann von hinter uns in etwa 8-10m Entfernung zwei Radfahrer mit einem Pitbull ohne Leine angefahren. Also eigentlich alles gut, Hund weit genug weg, die machten auch keine Anstalten anzuhalten. Plötzlich dreht der Hund ab und läuft zu uns rüber. Milow und Nova haben gleich losgebrüllt (vermutlich hat wieder Nova angefangen, die hat das seit der Läufigkeit irgendwie O.o). Der Hund kam also in unsere Richtung und ihr kennt das vielleicht, man hat es im Gefühl, ob ein Hund freundlich gesinnt ist oder nicht (abgesehen davon, dass meine beiden gekeift haben und somit nicht so ausgesehen haben dürften, als wollten sie den mal begrüßen).
Ich mich also hochgerappelt und beide geschnappt, kurz bevor er bei uns ankam. Dafür sind Geschirre auch gut! Ich hebe meinen Hund nicht einfach so hoch bei Hundebegegnungen, aber wenn ich sie schützen möchte sehr wohl! War auch genau richtig, denn kaum war er bei uns knurtte er und schnappte!
Alter! Gehst du an meine Hunde, lernst du mich kennen!!

Da schreit der eine Radfahrer zu uns rüber „Nicht die Hunde hochnehmen, die sollen sich doch beschnüffeln!“ Ja, neeee, is klar! Sehen die beiden so aus als wollten sie das?!?!?!?!? Prompt schnappte der andere Hund nochmal. Da bequemte sich dann auch der fremde Zweibeiner mal seinen Hund unter Kontrolle zu bringen.
Als wär die Situation nicht schon krass genug gewesen, packte er dann den Hund und schlug ihn diverse Mal mit der Leine „Was soll das!“ brüllend. O.O Ich hatte -beide Hunde am Geschirr auf dem Arm- in der Zwischenzeit die Kurve gekratzt und war erstmal auf die andere Seite der  Hütte gegangen. Trotzdem hörte man immernoch, wie er auf den Hund einprügelte.

Ich weiß auch nicht, ich war noch total geschockt und saß nur da, konnte mich irgendwie gar nicht rühren. Was tut man denn in so einer Situation?? Die beiden zur Rede stellen? Polizei rufen? Die hätte den Platz mit dem Auto nicht erreichen können und tja, ehe ich da weiter überlegen konnte, fuhren die beiden mit dem Hund -diesmal an der Leine- weiter. Das ging auch alles so schnell, ich hätte noch nicht mal eine vernünftige Beschreibung abgeben können…

Herzlich willkommen Kampfhund-Vorurteile. Aber da hat man wieder mal gesehen, dass einfach die falschen Menschen solche Hunde haben. :-/

Zum positiven Abschluss dieses Artikels aber nochmal ein Bild von den zwei Terriernasen. Zwar stehen sie etwas auseinander, aber auch so kann man erkennen, dass der Größenunterschied nicht mehr sehr groß ist. (sehr wohl aber die Statur 😉 )

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Interpretationsspielraum aka Missverständnisse und Konsequenzen

Hier melde mal ich, das Frauchen, mich zu Wort.

Seit Milow auf seiner Facebookseite postet (schon ganz schön lange!) ist es selten, aber immer mal wieder, vorgekommen, dass jemand etwas anders aufgefasst hat, als es dort gemeint war.

Natürlich schreibe ICH auf dieser Seite, aber es ist einfach schöner es aus Milows Sicht zu lesen. Es ist also Milows Tagebuch und vieles nicht so bierernst gemeint, wie es anscheinend teilweise verstanden wird. Dabei spare ich schon nicht an Smileys, um zu zeigen, wann etwas mit einem zwinkernden Auge oder ironisch gemeint ist.

Milow ist ein fast immer fröhlicher Terrier, hat öfter mal Döneken im Kopf und ist gerne immer und überall mit dabei. Und genau diese Lebensfreude wollte ich eigentlich rüberbringen.

Ich finde es schade, wenn es dann auf seiner Seite Kommentare gibt, die dann letztlich fast in Beleidigungen gegen jemand anderen enden oder eben in Missverständnissen.

Verstärkt ist das der Fall, seit Nova mit auf der Seite auftaucht und Milow über ihre Erlebnisse berichtet. Im Prinzip sind es immer Fakten über die er berichtet, ich denke mir nichts aus oder lasse etwas weg.

Wenn Milow also zb schreibt, dass Nova teilweise „echt nervig“ ist, dann schreibe ich das nicht einfach so, sondern weil es teilweise für ihn wirklich so ist. Wie ich auch beschrieben habe, springt sie zb oft an ihm rum, will ihm die Lefzen lecken und er sitzt dann manchmal nur stoisch da und dreht immer wieder den Kopf zur anderen Seite. Oder macht ihr nach gewisser Zeit eine Ansage, die aber manchmal bei ihr auch nicht lange anhält. Ich denke schon, dass man so eine Reaktion als „genervt sein“ bezeichnen kann. Und jeder, der mir (auch als Mensch) erzählt, dass gerade ein Welpe nicht auch mal in diesem Sinne nervig ist, hat entweder sehr viel Glück oder verdrängt es. 😉

Das hat absolut nichts damit zu tun, dass Nova ein toller, einfacher, aufgeschlossener Welpe bzw. Junghund ist!! Sie ist eben ein kleiner Terrier und das ist mir übrigens absolut klar. 😉 Wir wollen sie auch nicht mehr missen!

Und nur, weil ich mal etwas „frei von der Leber weg“ schreibe, weil ich denke dass Milow es so empfunden hat, habe ich ehrlich gesagt keine Lust mich hinterher zu rechtfertigen oder zu zerreden, weil jemand da etwas reininterpretiert hat, was gar nicht so gemeint war. Das ist halt das Problem am geschriebenen Wort, dass man nicht hört und sieht, wie jemand es wirklich ausspricht, betont und welche Mimik man dabei hat.

„Früher“ hat es mir echt Spaß gemacht auf Milows Seite über unsere Unternehmungen und Erfahrungen zu berichten, aber mittlerweile überlege ich ganz genau was ich schreibe und trotzdem wird manchmal jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.
Ich schreibe das dort auch nicht nur für euch ;-), denn auch ich habe Spaß immer mal wieder in alten Beiträgen zu schwelgen.u

Willkommen im Leben, es ist eben nicht immer alles eitel Sonnenschein und auch keine „Zweibeinermama“ kann mir erzählen, dass sie ausschließlich rosa Herzchen in den Augen hatte, wenn der „Menschenwelpe“ mal ein paar Nächte durchgeschrien hatte oder einen „Pubertätsanfall“ hatte. 😉

Ich werde nochmal überlegen, ob und wie es auf Facebook , Instagram oder auch hier weitergehen wird.
Dieses Jahr war in privater Hinsicht nicht einfach und was ich daraus gelernt habe ist, mich (abgesehen von den Hunden) mehr auf die Dinge und Menschen zu konzentrieren, die mir gut tun und Dinge, die mich weiter bringen, glücklich machen und mir Spaß machen.  Facebook gehört momentan jedenfalls leider nicht mehr dazu.

Es freut mich mich aber sehr, wenn ihr gerne etwas von uns gelesen habt und euch über die Fotos gefreut habt. :-*

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Der eiserne Panzer

Was für ein theatralischer Titel, aber genau dieses Gefühl hatte ich letzten Mittwoch, als wir zum zweiten Mal beim THS Training in einem nahegelegenen Hundesportverein waren. Der HSV, in dem wir Rally Obedience machen bietet leider außer Agility und Grundgehorsamstraining (BH) nicht viel mehr an.

Jedenfalls waren wir nun also schon zum 2. Mal dort. Beim ersten Mal habe ich die meiste Zeit zugeschaut und zum Schluss durften Milow und ich dann beim Hindernislauf noch mitmachen. Ihm hat das richtig Spaß gemacht und er hat es toll gemacht. Naja, Agility damals scheiterte ja auch nur daran, dass ich mir den Parcours einfach nicht merken kann. O.o Milow konnte es super!

Diesmal haben wir also von Anfang an mitgemacht und mir wurde bewusst, dass wir „richtige Unterordnung“ (damit beginnt das Training dort immer) seit der Begleithundprüfung vor über 3 Jahren nicht mehr gemacht haben. Natürlich ist beim Rally Obedience auch eine Art Grundgehorsam gefragt, dort ist aber viel mehr erlaubt als beim THS. Als krasser Vergleich sind beim THS nur die „genormten“ Begriffe (Sitz, Platz, Fuß) erlaubt und auch nicht mehr. Beim RO darf man ggf. seinen Hund vollquatschen -was wohl aber keinen Sinn macht- , loben, Hilfen geben mit Sichtzeichen, Leckerlies geben an gewissen Positionen etc.
Aber genau das, nämlich dem Hund sagen, wenn er etwas richtig macht, hat mir da nun gefehlt. Natürlich kann man das im Training machen und gerade auch, wenn man erst mit THS anfängt. Aber letztendlich ist das nicht gewünscht.

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Wir so damals beim Agitraining. Der kleine Mann hatte es drauf <3
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…konnte aber auch manchmal seine vorlaute Klappe nicht halten, wenn´s ihm nicht schnell genug ging. 😉

Auch gibt es keine Toleranz in den Positionen, die der Hund einnehmen soll. Fuß heißt wirklich sehr dicht bei mir, Schulter auf Beinhöhe, am besten noch mit Angucken (der arme Nacken!).
In Wirklichkeit ist das bei uns so, dass Milow neben mir läuft, aber mit 10-30cm Entfernung und er auch nicht permanent gucken muss. Er soll ab und an mal Blickkontakt halten, wenn er es von sich aus öfter macht -> super! Ansonsten ist mir dabei nur wichtig, dass er nicht schnüffelt. Das ist beim RO so völlig ok, daher haben wir das nicht mehr „strenger“ geübt bisher.

Auch beim Sitz (ich bleibe stehen -> Hund setzt sich) ist das beim RO anders, da kann der Hund ein kleines Stückchen zu weit vorne oder zu weit hinten sitzen und bis zu 30° schräg -> alles im Rahmen! Beim THS gibt es dafür dicke Abzug.

Ich muss zugeben, ich war damals nach der bestandenen BH froh, dass ich meinem Hund nun wieder mehr Feedback geben darf. 😉 Es war als wäre ein eiserner Panzer von mir abgefallen, der mich in der Kommunikation und im Spaß mit meinem Hund beschränkt hat. Und genau DIESES Gefühl des Panzers hatte ich nun beim Training auch wieder. Zudem ist die Trainerin eher von der Marke Feldwebel 😉 und das ist so gar nicht meins.

Schließlich möchte ich das machen, um mit meinem Hund zusammen etwas zu tun und Spaß dabei zu haben. Ich habe nicht vor auf Turnieren zu starten (mir tut es immer leid um die Zeit, die man dort mit Warten verbringt – wo die Wochenenden doch eh schon zu kurz sind) , beim RO genauso. Ich merke nämlich, dass ich mir dann selber mehr Stress mache und das merkt Milow direkt.

Ich sehe das also nicht so eng, wie die Trainerin es vermutlich tut.
Das Problem dabei ist, ich habe meine eigene Meinung und meinen eigenen Weg mit dem Hund umzugehen und ich kann es nicht leiden, wenn Leute (die mich das 2. mal sehen in dem Fall) dann in einem fast schon Befehlston sagen, was ich mit ihm zu tun und zu lassen habe. (zb das Loben nebenbei)
Ich habe ja selbst gesehen, dass er teilweise schief sitzt oder zu weit weg, dass er mich nicht permanent anglotzt… Aber ehrlich, es ist mir ziemlich egal. 😉 Natürlich soll er „bei mir“ sein, wenn wir etwas zusammen machen, aber das kann Milow auch ohne mich permanent anzuglotzen oder mir am Bein zu kleben.

Allerdings dreht sich THS nicht nur um den Grundgehorsam (gehört natürlich dazu), aber es gibt auch den Sportteil zb, der uns richtig Spaß macht. Bisher haben wir den Hindernislauf und Slalom probiert und bis auf meine Kondition 😉 hatten wir richtig Spaß (die Trainerin hatte trotzdem genug zu meckern 😉 ).
Was ich da allerdings seltsam finde ist, dass die Hindernisse (Tonne, Weitsprung, Hürde..) für alle Hunde die gleiche Höhe haben. Wo doch beim Agility so sehr drauf geachtet wird, dass kleine Hunde zb nicht so hohe Hürden zu überspringen haben.

Tja, wir dürfen jetzt noch 2x zum Schnuppertraining kommen, dann sollen wir uns entscheiden, ob wir weitermachen wollen. Rein theoretisch könnte ich in dem Verein auch RO machen, das wird dort auch angeboten.
Mal sehen wie es weitergeht mit uns dort. 🙂