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Bine

Wieviel Schlaf braucht ein junger Hund?

Da nun schon von verschiedenen Leuten mal Kommentare kamen, dass Nova doch wirklich genug schlafen würde, möchte ich hier nochmal was über das Ruhebedürfnis gerade von jungen Hunden schreiben.

Nova ist jetzt 6 Monate alt, also noch nicht erwachsen. Tagsüber geht sie in die HuTa während ich arbeite.

Bei mir gibt es Ruhepflichten und das sind auf jeden Fall etwa 30-60 Minuten nach dem Fressen. Zwar gibt es vermutlich vergleichsweise wenige Terrier mit Magendrehung (außerdem passiert das genauso mit leerem Magen), aber ich will es nicht herausfordern und auch wir Menschen toben nach dem Essen normalerweise nicht gleich wieder durch die Gegend. 😉

Ansonsten sieht es bei uns unter der Woche bis auf nachmittags immer ähnlich aus. Morgens nach dem Aufstehen kurz in den Garten und während ich mich fertig mache, pofen die beiden wieder. Dann geht es los zum Gassi und im Anschluss gibt´s Frühstück. Gestärkt geht es dann in die HuTa und nach einer Begrüßungsrunde dort geht es für Nova erstmal wieder in die Box zum Ausruhen. Dort sieht der Tag dann ähnlich aus. Nova hat „Freilauf“ mit den Hundegruppen und macht Pausen entweder in der Box oder in der Gruppe.

Nach Feierabend gehen wir dann entweder zu dritt oder abwechselnd zu zweit eine größere Runde. Wenn es für Milow zum RO Training oder Mantrailing geht, kommt Nova natürlich mit. Abends wird dann (je nach Nachmittagsprogramm) mit beiden einzeln oder auch zusammen noch etwas gespielt, getrickst oder geübt. Wenn es früh „Abendbrot“ gab, passiert das dann nach der Fress-Ruhe, wenn es spät Fressi gab, dann wird meist nur noch etwas auf dem Sofa ausgeruht bevor es ins Bett geht.

Am Wochenende sieht das natürlich anders aus.

Wenn wir einen besonders langen/aufregenden Tag hatten, wird am nächsten Tag aber auch mal nichts Besonderes außer kleinen Pipirunden gemacht.

Lange Rede… ich schätze, dass Nova zwischen Aufstehen morgens und zu Bett gehen abends (ca. 17 Std.) etwa 6-8 Stunden hat, wo sie irgendwie „auf Achse“ ist.  (theoretisch könnte man die Fahrzeiten im Auto noch davon abziehen, ca 1 Std.)
Morgens 30-45 Min., in der HuTa unterschiedlich im Schnitt vielleicht 2-3 Stunden, nachmittags/abends inkl. Wegezeit nochmal 3 Stunden.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sie täglich etwa 16 Stunden mit Schlafen/Dösen verbringt, davon etwa die Hälfte nachts.

Ich finde nicht, dass das zuviel Schlaf ist – eher im Gegenteil! Deswegen versuche ich auch zwischendrin immer wieder Ruhephasen einzubauen (zb zusammen auf der Terrasse sitzen und mal nichts machen, kein rumstromern im Garten o.ä.), weil ich in anderen Situationen merke, dass sie zu überdreht ist und nicht runterkommt.

Im Schlaf verarbeitet hund schließlich das Erlebte und ausgeschlafen lernt es sich außerdem auch besser. Wer von uns Menschen kennt das nicht. 😉
Meiner Meinung nach sollten junge Hunde vor allem Ruhe lernen, denn Energie haben sie allemal genug. 😀

Genauso wie beim Gassigehen (da heißt es ja 5 Min. pro Lebensmonat) gibt es auch für das Ruhebedürfnis Werte, an denen man sich grob orientieren kann. Da heißt es nämlich dass ausgewachsene Hunde etwa 17-20 Stunden am Tag schlafen bzw. ruhen und Welpen sowie ältere/kranke Tiere etwa 20-22 Stunden am Tag.

Eins ist klar, in welchen Alltag lässt sich sowas denn integrieren mit 20-22 Stunden Ruhe?! Und ich finde es auch nochmal schwieriger, wenn man einen älteren Hund dazu hat, der auch seine Zeit einfordert. Denn wenn ich mal mit Milow alleine spiele oder trickse ist das für Nova zwar eine Auszeit, aber keine Ruhezeit. Als Milow damals Einzelwelpe bei mir war, war das mit den Ruhezeiten einfacher zu gestalten, weil nicht so viel Ablenkung da war.
Wahrscheinlich wäre das einfacher, wenn es zwei Menschen im Haushalt wären, aber dem ist nun mal nicht so und wir machen das Beste draus.

Man merkt es der kleinen Maus aber auch an, wenn sie „drüber“ ist. Ähnlich wie bei kleinen Kindern wird sie dann überdreht, fängt manchmal wieder an in Hände und Füße zu zwicken. Das ist der Zeitpunkt, wo sie dann auch mal eine Pause in der Box oder im „Welpenknast“ macht. Und siehe da, meist sind nach 1-2 Minuten die Augen zu. Außerdem werden ihre Lidränder rötlicher, wenn sie müde ist.

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Hier und hier nochmal zwei Artikel, wenn ihr mehr darüber lesen wollt.

Habt ihr auch schon mal drauf geachtet, wieviel Ruhe eure Fellnasen eigentlich am Tag so bekommen?

Die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Milow und Nova

Drüben bei dietutnichts gab es die Tage einen Artikel über die größten Gemeinsamkeiten zwischen Queen und Püppi.

Fand ich total interessant, denn schließlich gehören die beiden komplett unterschiedlichen Rassen an.

Da mir solche Dinge bei Milow und Nova auch schon öfter aufgefallen sind, will ich die drei größten Gemeinsamkeiten und Unterschiede hier mal sammeln.

Die 3 größten Gemeinsamkeiten

  • beide sind verfressen – muss wohl doch Labbi mit drinstecken…oder Beagle. 😉
  • beide schlafen am liebsten mit Körperkontakt zu mir ein
  • beide schlafen fast direkt ein, wenn das Auto losfährt (nebenbei fahren sie übrigens beide sehr gerne und entspannt mit dem Auto)

Die 3 größten Unterschiede

  • Milow ist Frühaufsteher (bzw. springt sofort auf, wenn ich aufstehe) und Nova ist eine Langschläferin
  • Milow findet fremde Menschen uninteressant bis gruselig, Nova liiiieeebt alles und jeden und möchte am liebsten jedem Hallo sagen
  • Nova „küsst“ sehr gern und häufig, Milow nur bei den Personen, die er sehr gerne mag und das dann auch nicht wild herumhüpfend wie Nova, sondern sehr ruhig und genießerisch. 😉

Schon interessant. Ist halt wie bei uns Menschen, da gibt es ja auch alle möglichen Facetten. 🙂

Das kleine Leckerchen für´s Training zwischendurch

Meine beiden bekommen für gewisse Situationen (zb Rückruf oder auch im Training auf dem Platz für ‚besonders gute Leistung‘) andere Leckerchen als sonst.

Milow mordet zum Beispiel für Leberwurst aus der Tube, also setzen wir die gerne beim Rückruf ein. Nova findet die auch oberlecker.
Auch eine super Belohnung ist es, Milow Mäuschen suchen zu schicken oder geworfene Leckerchen.

Damit es aber auch nicht zu berechenbar wird, was als Belohnung folgt, ändert sich das mal gerne. Spielsachen findet Milow draußen eher semi-interessant. Eine Verlorensuche ist da schon interessanter. 😉

Aber in diesem Artikel soll es ja um tolle Leckerchen gehen.

Schon in der Vergangenheit hatten wir immer mal wieder die Meat & Treat Würste von Fleischeslust. 200g  Leckerlie ist aber doch ganz schön viel, selbst wenn man es auf 2 Tage aufteilt – denn viel länger würde ich die Wurst auch im Kühlschrank nicht aufbewahren.

Seit einiger Zeit gibt es sie aber auch als Single Shot-Version, also kleine Wurst mit 80g. Selbst jetzt für zwei Hundis finde ich die Größe praktischer, denn das wäre zb eine Portion für einen Trainingstag oder für Rückruftraining o.ä. an 1-2 Tagen.

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Habt ihr die Meat & Treat-Würste auch schonmal genutzt?
Meine beiden lieben alle Sorten. 😉 Wobei ich persönlich die Geflügelsorte am liebsten „mag“, denn sie lässt sich am besten schneiden. Die Wurst riecht recht angenehm (also stinkt nicht 😉 ) und die Inhaltsstoffe sind für so eine „Leckerliewurst“ auch in Ordnung.

Zu warm auch im Kofferraum

Endlich ist er irgendwie angekommen, der Sommer! Einerseits ja toll, aber in gewissen Situationen auch wieder nicht so schön.

Wir sind ja recht häufig mit dem Auto unterwegs, mal länger und mal kürzer. Auf kurzen Strecken geht es noch, aber gerade bei längeren Fahrten wird es bei den Hunden im Kofferraum doch arg warm, bzw. bleibt warm, wenn das Auto vorher schon in der Sonne stand.

Natürlich läuft die Klimaanlage und das nicht wenig! Aber von der Zirkulation her reicht das Ganze einfach nicht, um den Innenraum Box im Kofferraum -trotz großer Luftschlitze- auch zu kühlen.

Als Milow noch Einzelhund war, ist er für die heiße Zeit im Jahr dann eben einfach auf dem Beifahrersitz angeschnall mitgefahren. An besonders heißen Tagen habe ich das mit beiden auch schon gemacht, aber es ist einfach zu eng für beide auf einem Sitz und außerdem wärmen sie sich dann auch wieder gegenseitig. 😉

Als ich vor Novas Einzug auf der Suche nach einer Doppelbox für den Kofferraum war, bin ich auch auf eine faltbare Doppelbox gestoßen, die Trixie Vario Double. Ich habe leider vor dem ins Auto stellen vergessen ein Foto zu machen, aber unter dem obigen Link findet ihr eines.

Mit regulär schon weit über 100€ war mir diese Box damals als Faltbox zu teuer, die „feste“ Box hat auch nur 130€ gekostet und ich brauchte ja gerade für den Anfang etwas, was welpensicher und nicht leicht zu zerstören war. 😉 Daher schied diese Faltbox erstmal aus, aber sie ging mir nicht aus dem Kopf.

Bei den Temperaturen in letzter Zeit kam sie mir immer wieder als Rückbank-Lösung in den Sinn. Nova ist ja mittlerweile auch etwas erwachsener geworden und als ich dann noch eine gebrauchte Box für weit unter 100€ fand, habe ich zugeschlagen.

Die Box ist faltbar wie man es auch von anderen Boxen kennt und ich muss sie auch leicht zusammenfalten, um sie ins Auto auf die Rückbank zu bekommen. Mit 91 x 60 x 61 cm ist sie auch mindestens genauso groß wie die „feste“ Kofferraumbox, sogar noch etwas höher.

Gestern haben wir sie eingeweiht und auch direkt ohne die mitgelieferte Trennwand.

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Eine weiche Einlage ist zwar schon dabei, aber ich habe noch eine Decke reingelegt, weil es kuscheliger ist. Tja und da gucken sie nun die beiden. 😉
Die Box lässt sich an allen 4 Seiten mit leichtgängigen Reißverschlüssen öffnen und neben der rausnehmbaren Trennwand ist noch ein abnehmbarer Kantenschutz für die Stoßstange dabei.

Das, was ich mir erhofft hatte, nämlich etwas mehr Kühlung, hat definitiv funktioniert und die beiden haben seelig gekühlt geschlafen. 😉

Etwas anderes hat mich an der Kofferraumbox aber die ganze Zeit gestört. Ich musste sie mit den Zurrgurten an der Rücklehne der Rücksitzbank festzurren, da man an die Seitenösen nur sehr schlecht dran kommt bzw. die Gurte nicht festzurren kann. (zu wenig Platz)
Bei einem Auffahrunfall, wenn man die Heckklappe nicht mehr öffnen könnte, müsste ich also erst mühsam die Zurrgurte an der Lehne lösen (oder durchschneiden) und könnte die beiden dann trotzdem noch nicht befreien, da die Box an der Rückseite keinen Notausstieg hat und man an die Schrauben so nicht drankommt.
Wenn man mal überlegt, dass es -je nach Unfall- vielleicht auch schnell gehen muss, schlechte Aussichten für die Hunde. 🙁

Deshalb frage ich mich, ob es sicherer ist, wenn sie in der Faltbox auf der Rückbank mitfahren. Das gerade beschriebene Problem wäre damit zwar umgangen, aber die Box hält natürlich den evtl. wirkenden Kräften nicht stand.
Andererseits, wie ist es da, wenn die Hunde „einfach so“ im Kofferraum mitfahren, wie das ja auch bei vielen Hundehaltern die Praxis ist? Die fliegen dann auch einfach so umher im schlimmsten Fall – Heckschutzgitter hin oder her.
Selbst das Anschnallen auf der Rückbank ohne Box hilft nur, wenn der Gurt so kurz ist, dass sie nicht gegen die Lehne oder Seitentür knallen und sich dadurch das Genick brechen.

Also irgendwie alles nicht so toll, oder? Die Frage ist also eher, wie wahrscheinlich ist es, dass so was passiert und in welcher Ausprägung. Auffahrunfälle, Be-/Abdrängen etc. sind vermutlich das Wahrscheinlichste. An einen Überschlag mag ich erstmal nicht denken, aber vermutlich wären da 90% der Hunde recht ungeschützt.

Ich werde die Faltbox jetzt erstmal weiter so nutzen, angeschnallt auf dem Rücksitz. Sieht zwar etwas blöd aus, wenn man eine Box im Kofferraum und eine auf der Rückbank hat, aber ich mache mir eh nichts aus Kommentaren anderer.

Wie fahren eure Hunde bei euch mit? Habt ihr auch da auch schon genauer Gedanken drum gemacht?

Nova aka Nervzwerg

Ja, das denkt sich der Milow zur Zeit wohl öfter… und ich ehrlich gesagt auch. 😉

Nova hat es sicher aktuell nicht leicht. Dauernd verliert sie Zähne, wo die Neuen vorher wahrscheinlich auch hier und da schon zwicken und die Pubertät streckt ihre Fühler aus.

Wie das bei den kleinen Terroristen so ist (zumindest war es bei Milow damals genauso), wollen sie am liebsten immer und überall dabei sein und wenn dann mal Ruhe gehalten werden soll, ist das ziemlich blöd. Manchmal (seltener) meckert Nova dann oder (was häufiger ist) sitzt/liegt auf ihrem Platz und zwingt sich wach zu bleiben. Blöder Dickkopf. 😉

Vermutlich auch den Zähnen zuzuschreiben ist, dass sie wieder versucht in Hände, Füße, sonstiges zu zwicken. Bei Milow sind es Ohren, Hals und bevorzugt Halsband/Geschirr. Er sagt ihr da zwar auch Bescheid, aber ist auch sehr geduldig. Manchmal versuche ich sie schon von ihm zu verscheuchen, aber sie ist da sehr ausdauernd und lässt sich von schimpfen, wegschieben, versuchen abzulenken absolut nicht abbringen.

Ansonsten… so das Typische: versucht überall drauf, drunter, dazwischen zu kommen. Sachen zu mopsen und umherzuschleppen. Etwas zu finden, wo man drauf rumkauen kann (ist ja nicht so, dass sie davon nicht genug hätten O.o) und und und. Ist ja aber nicht so, dass ich darauf nicht vorbereitet gewesen wäre. Aber das mich das zeitweise so nervt…. puh.

Aber um auch mal was Positives über Nova zu sagen 😉 : eigentlich ist sie ein echt pflegeleichter Hund. Sie ist sehr anhänglich und menschenbezogen, freundlich, kann aber auch sehr zickig sein und pentrant, aber auch unterwürfig, vorsichtig. Sie läuft super an der Leine, kommt sofort auf verbalen Rückruf oder auch die Pfeife, fährt brav, ruhig und entspannt im Auto mit, auch wenn es mal länger dauert (Stau) oder sie mal im Auto warten muss, ist sehr neugierig und quirlig, liebt Milow abgöttisch (der sie widerrum nicht immer 😉 ), hält schön still beim Trimmen, Krallen schneiden und Zähne kontrollieren, ist (bisher) unbeeindruckt von Geräuschen, Menschenmengen.

Nichts desto trotz hält Milow manchmal Abstand oder schickt sie weg, wenn sie zu nervig und penetrant ist. Manchmal denke ich, er spiegelt nur das, was ich auch tue oder denke. Ein bißchen traurig bin ich immer, wenn er bei mir liegt/sitzt und sie dann dazukommt und wieder anfängt ihn zu nerven. Damit vertreibt sie ihn sozusagen und er legt sich lieber irgendwo weiter weg hin, um seine Ruhe zu haben. 🙁

Ich habe ja immernoch die Hoffnung, dass sie mit etwas mehr Alter dann auch den Nerv-Faktor verliert und die beiden sich vielleicht doch noch lieben lernen. 😉

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