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Bine

Monstertour oder kurze Runde?

Milow hat mir eeendlich 😉 einen eigenen Account in seinem Blog eingerichtet und nun darf ich -das Frauchen- hier auch direkt schreiben. Ihr seht das zukünftig einmal über dem Artikel, dort wird der Autor angezeigt und zweitens dachte ich, ich zeige euch das auch mit kursiver Schrift. Man kommt ja so schnell durcheinander. 😉

Also, bei Dalmatiner Lilly gab es gerade einen Artikel zum Thema „Wie viele km schruppt ihr mit eurem Hund täglich“. Sehr interessantes Thema, denn Lillys Frauchen schreibt mir genau aus der Seele. Gerade ihr letzter Satz:

…denn Quantität und Qualität sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.  Und so entscheidet die Länge des Gassigangs noch lange nicht über dessen Qualität.

sagt genau das aus, was ich auch denke.

Natürlich haben Hunde ein Bedürfnis an Bewegung. Und auch ich möchte mich natürlich etwas bewegen, wenn ich von der Arbeit komme. Das muss aber nicht in stundenlangem Wandern oder einfach nur durch die Gegend stapfen ausarten.
Bei uns ist es zum Beispiel so, dass wir vor der Arbeit nur eine Minirunde von 15-20 Minuten gehen. Wobei da auch die Strecke nicht das Thema ist, sondern Milow viel schnüffeln und Geschäfte erledigen darf. Danach ist er dann froh, wenn er weiterschlafen kann. 😉

Je nach Jahreszeit (und was man sonst an dem Tag noch so vor hat) machen wir also im Schnitt 1-2 größere Runden. Wobei „größer“ dann 1-2 Stunden bedeutet.
Milow ist zwar ein Augenjäger, aber sonst ein Nasenhund. Das bedeutet, dass die Erfüllung seiner Träume auf einem Spaziergang das Schnüffeln dürfen ist. Also darf er das, neben normalen anderen Übungen, auch nach belieben tun. Dementsprechend langsamer ist während dieser Zeiten das Tempo. 😉

Wenn wir tatsächlich mal sowas wie wandern gehen, dann sind das in der Regel so zwischen 5 und 8km. Ich lasse zwar manchmal eine App mitlaufen, aber eher um den Verlauf der Tour auf der Karte zu sehen und nicht, wie lange und wie schnell wir unterwegs waren.

Bei Milow merkt man auch, dass bei langen Touren irgendwann das „Maß“ voll ist, die „Löffelchen“ aufgebraucht sind. Er wird dann unaufmerksamer. Manchmal -mittlerweile- läuft er dann freiwillig bei mir und man merkt, dass er sagen will „Du Frauchen, eigentlich reicht´s mir jetzt.“ 

Wenn wir also spazieren gehen, ist es eher ein „beisammen sein“ und gemeinsam Mäuselöcher suchen, ein paar Tricks machen, irgendwas verstecken und suchen, manchmal können wir auch zusammen spielen. Wenn ich möchte, dass er sich auspowern kann, nehme ich die Inliner und er darf in seinem eigenen Lieblingstempo laufen.

Und auch nach solchen -vermeintlich ja anscheinend- kurzen Gassirunden muss Milow erstmal ne Runde ratzen. Manchmal will er das nicht gleich, trotzdem fallen die Äuglein direkt zu, sobald er liegt. 😉

Früher war das auch mal anders. Da hätte er am liebsten auch kilometerlange Gassirunden gedreht und danach noch eine Stunde gespielt. Das tat ihm aber nicht wirklich gut.

Ich bin also nicht der Meinung, dass gute Spaziergänge lange dauern müssen oder viele km lang sein müssen. Wer sich damit profilieren muss, sollte mal in sich gehen und sich über die Qualität des Spaziergangs Gedanken machen. Das gemeinsame auf der Couch lümmeln gehört für mich übrigens genauso zur Qualitätszeit, wie die Zeit draußen.