Böse Viecher: Giardien

Milow wurde in seinen bald 4 einhalb Lebensjahren von mir 2 mal entwurmt, wobei das ganz am Anfang war und leider noch in Unwissenheit. Danach haben wir angefangen zu barfen und ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Auch das Wurmkuren eben nicht präventiv gegeben werden können.

So lange hatten wir also Ruhe vor irgendwelchen Darmparasiten. Aber irgendwann ist immer das erste Mal und wie das bei uns irgendwie so ist…dann gleich richtig. 😉 🙁

Nachdem ich schon seit einiger Zeit gegrübelt habe, was die Ursache für Milows teilweise etwas matschigen Kot sein könnte, habe ich bei der aktuellen Kotprobe mal mit auf Giardien untersuchen lassen. Und siehe da: Bingo!

Bisher hatte ich schon beobachtet, ob es am Futter liegen könnte, aber dafür war es zu unregelmäßig. Als nächstes hatte ich die Schilddrüsenmedis in Verdacht. Wir sind ganz gut eingestellt, Überdosierung konnte ich ausschließen, aber vielleicht verträgt er einen anderen Bestandteil speziell des flüssigen Mittels nicht? Der Matsch-Kot trat wenn dann eher nachmittags auf.

Naja, nun wissen wir höchstwahrscheinlich wovon es kommt und können was tun. Der Tierarzt stellte zwei Möglichkeiten dar. Panacur, was aber eigentlich eher ein Wurmmittel ist, was zusätzlich auch etwas gegen Giardien wirkt. Die Erfolgsquote ist wohl nicht extrem hoch. Oder aber Metronidazol (ich hoffe ich habe mich nicht verschrieben; ein Antibiotikum), was natürlich gleich wieder ein Hammer ist.

Ich habe mich dann etwas schlauer gegoogelt und wir werden es jetzt mit verschiedenen natürlichen Mitteln versuchen, bevor wir zur Chemiekeule greifen.

Unter anderem wird das Giardex sein. Weiterhin die Kräutermischung von Hirtengold. Außerdem wurde uns von verschiedenen Seiten noch eine Buttermilch-Kräutermischung, die man selbst ansetzt, empfohlen. (kann man gut kombinieren)
Eine Lösung zum Aufbau der Darmflora werden wir auch einsetzen. Viele (auch unsere Tierheilpraktikerin) sagen kolloidalem Silber eine gute unterstützende Wirkung nach.
Bis auf weiteres werden auch die Kohlenhydrate vom Speiseplan gestrichen, da sich die Giardien damit am Leben halten.
Speziell unter dem Buttermilch-Link weiter oben findet ihr noch einige andere Tipps, wie man ohne Chemie gegen Giardien vorgehen kann.

Ihr seht also, es gibt einige Möglichkeiten es erstmal auf pflanzlichem Wege zu versuchen.

Was ich zusätzlich tun werde ist alle Decken, Kissen und Co. häufiger zu reinigen, außerdem habe ich mir (endlich, wollte ich schon lange machen) einen günstigen Dampfreiniger zugelegt. Eben für Sachen, die man nicht mal schnell in die Waschmaschine werfen kann.
Ich werde noch penibler drauf achten Milows Häufchen aufzusammeln. Ich gebe zu, in Wald und Feld, wenn er sein Geschäft entfernt vom Weg verrichtet, habe ich es bisher nicht aufgesammelt. Werde ich nun aber tun.
Wasser wechsel ich sowieso mindestens 1x pro Tag, werde aber die Näpfe jetzt nicht nur mit warmen Wasser und Spüli saubermachen, sondern richtig heiß (evtl. auch mit dem Dampfreiniger anschließend? 😉 ).
Was ein größeres Unterfangen werden wird, wird die Reinigung der Spielsachen. Bei wieviel Grad kann man Plüschis reinigen? Kann man die Dampfreinigen? Gummispielis sind da schon einfacher…

Ein ganz schöner Aufwand, aber es muss halt sein. Schließlich wollen wir die Viecher bald wieder los sein!

Gott sei Dank hat Milow außer dem matschigen Kot keine Beschwerden oder zeigt es zumindest nicht. Sonst hätte ich nicht so die Ruhe das auf diesem Wege auszuprobieren, denn die Behandlung kann/wird immerhin mehrere Wochen dauern.

 

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