Darf ich mich vorstellen: das Rabenfrauchen!

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich bin ein Rabenfrauchen. Ich oute mich hiermit. Diesmal kann ich es wirklich nicht von der Hand weisen.

Aber von vorn…

Gestern morgen, Sonntag, haben wir schön ausgeschlafen und sind dann irgendwann zwischen 9 und 10 losgefahren, an einem der Nachbarorte eine schöne Runde drehen.

Also Auto geparkt, Hund raus und noch überlegt… aber nee, es sind 18 Grad und etwas Wind, außerdem kommen wir ja an der Weser vorbei. Da kann Hundi sich die Pfoten kühlen gehen.

Also sind wir losgedackelt und waren beide gut drauf. 🙂 Irgendwann dann die Wegbiegung…mist, eine Schafherde auf den Weserwiesen. Wir müssten ziemlich weit Umweg laufen, um ans Ufer zu kommen. Ok, ist ja nicht so warm, also weiter.

Milow hat hier und da geschnüffelt, ab und zu mal ein bissel gebuddelt und war angenehm brav. 😉

Insgesamt waren wir vielleicht etwas über eine Stunde unterwegs und recht kurz vor Schluss fing er dann an stärker zu hecheln und trottete nur noch hinter mir her. Andererseits sprang er dann doch noch dem Mäuschen hinterher, was da am Wegrand raschelte.
Aber noch ein paar Meter weiter bekam ich ein ganz, ganz blödes Gefühl. Er lief wirklich laaaangsam, fing an Gras zu fressen (Übelkeit?!) und mochte nicht so recht weiter.

Mein erster Gedanke: Hitzschlag, Kreislauf… und ich RABENFRAUCHEN hatte natürlich kein Wasser für ihn mitgenommen!!! Ich hätte mich direkt selbst in den Ar*** treten können.
Wasser gab es nun nicht in der näheren Umgebung, das Auto war vielleicht noch 5 Minuten zu Fuß entfernt. Also habe ich Milow geschnappt und den restlichen Weg zum Auto getragen. 8,5kg so ein Stück zu tragen ist doch recht anstrengend, aber irgendwie entwickelt man da Kräfte wenn es dem Schatz nicht gut geht. (wie froh war ich da wieder mal einen kleinen Hund zu haben!!)

Am Auto angekommen gabs erstmal Wasser, was er (der sonst eher ziemlich wenig trinkt) auch total klasse fand, und ein paar Minuten im Schatten sitzen. Dann ab ins gekühlte Auto und nach Hause. Dort dann noch ein feuchtes Handtuch und ein kleines Hundeeis.
Es war ihm schon im Auto besser gegangen, aber kaputt war er trotzdem noch, das hat man gemerkt. :-/

Oh man, das hätte echt blöde ausgehen können. Aber Vorwürfe bringen jetzt auch nichts mehr.
Werde ich eben zukünftig IMMER Wasser mitnehmen. Auch wenn ich es in 99% der Zeit – wie bisher – immer nur durch die Gegend schleppen werde und Monsieur eh nix davon will. 😉

Also, unterschätzt es bloß nicht, auch wenn knapp 20 Grad und Wind sind. Nicht, dass es euren Schätzen auch mal so ergeht!

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