Normalerweise…eigentlich…

Mein Frauchen hat bei meiner Punktefreundin Lilly einen Artikel gelesen, bei dem sie nickend und schmunzelnd da saß und da dachte ich, ich erzähle euch mal davon.

Falls ihr Lillys Artikel (noch) nicht gelesen habt… darin geht es im Groben darum, dass sie auch mit etwas über anderthalb Jahren noch so einige sympathische Macken und Baustellen im Leben hat, ein liebevoller Kindskopp ist, ihr Frauchen (und wohl alle ihre anderen Menschen auch) sie aber „trotzdem“ über alles liebt. 🙂

Ich bin ja nun auch erst 1 Jahr und 10 Monate alt, also nur unwesentlich älter als Lilly, und Frauchen kann Lillys Frauchen sehr gut verstehen.

Ich habe zwar andere Baustellen oder Macken als sie, aber letztlich…
Im Normalfall bin ich schon selbstbewusst, zumindest dort, wo ich mich auskenne und ich die Menschen kenne. Wenn es aber eine neue Umgebung oder neue Menschen sind, dann brauche ich meist auch ein paar Minuten, um warm zu werden. Ich orientiere mich dabei aber mittlerweile ganz viel an Frauchen und wenn die sagt, dass alles ok ist, bin ich auch relaxter.
Trotzdem gibt es viele Momente, wo ich ein kleiner Vorsichtiger (wie Frauchen sagt) bin. Zum Beispiel war ich erstmal sehr skeptisch, als ich dieses Tier entdeckt habe
554895_469022313170405_1190021568_nDann wuffe ich gerne mal und wie ihr an meinen Ohren erkennen könnt, bin ich nicht glücklich, dass ich da posieren soll. 😉 Aber was tu ich nicht alles für Frauchen.

Es gibt also genug Momente, wo ich auch mal aus Unsicherheit kläffe oder Schutz hinter Frauchen suche. Oder auch, dass ich abends im Dunkeln eine Mülltonne an der Straße anbelle oder zumindest Abstand halte, weil die vorhin da doch noch nicht gestanden hat!!

Zwischendurch hatte ich auch mal eine Phase, dass ich fremde Menschen angekläfft habe, aber das haben wir auch geübt und nun ist es fast eher gegenteilig, dass ich Fremde am liebsten begrüßen will. *hihi*

Ich will euch jedenfalls erzählen, dass ihr mit euren Hunden arbeiten müsst. Manche sind vielleicht (genau wie Zweibeinerkinder) leichter zu erziehen, aber letztlich werden wir Hunde so gute Gefährten, wie ihr sie aus uns macht. 🙂
Und seid dabei nicht zu ungeduldig! Vergleicht uns nicht zuviel mit anderen Wuffis! Ihr Menschen seid nun mal auch nicht gleich.

Frauchen musste nämlich auch erst lernen, mit vielen Dingen gelassener umzugehen. Gerade in der Hundeschule kann man sehr schnell deprimiert sein, wenn manche schon mehr können als der eigene Hund. Aber meist haben die dann eben andere Baustellen, die man selbst dafür nicht hat. Andere Rassen haben häufig ganz andere „Probleme“ und somit ist vergleichen Quatsch. Das zieht euch Zweibeiner nur runter und bremst euch in eurer Freude mit uns zu arbeiten.

Mittlerweile vergleicht Frauchen mich nicht mehr so oft mit anderen (natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, hihi) und solche Sätze von anderen wie „Milow ist doch schon fast 2 Jahre, da müsste der das und das doch schon lange können!“ oder „Wie, du lässt Milow immernoch manchmal an der Schleppleine laufen? Der muss doch OHNE laufen!“ lassen sie mittlerweile nicht mehr verzweifeln und schlecht fühlen, sondern nur noch nett lächeln. 😉
Vieles kann ich nämlich, nur klappt es in neuen Situationen nicht immer so gut, wie sonst. Und das einzige, was da hilft, ist Übung.

Frauchen sagt mir ganz oft, dass sie total stolz auf mich ist, was für ein toller Hund ich bin und wie unproblematisch ich meist bin. Zum Beispiel bei solchen Gelegenheiten 😉
547371_468687233203913_1022087657_nWir sind momentan auf einem sehr guten Weg meint Frauchen und haben „unser“ Training gefunden. Das wird aber sicherlich noch andauern, warum auch nicht, KEIN Training wäre ja auch langweilig – oder??

Um nochmal zu Lilly zurückzukommen, sie kann wirklich froh sein, dass sie so ein tolles Frauchen hat, die soviel mit ihr trainiert und sonst auch soviel mit ihr/für sie macht. Die beiden werden das schon hinkriegen 🙂 und manch anderer Mensch könnte sich an so einem Engagement ne dicke Scheibe abschneiden!

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