Der Terrier auf dem Apportierseminar… Teil 1

Heute morgen sind wir für einen Samstag verhältnismäßig spät aufgestanden, da hab ich mich schon gewundert. Als wir dann losgefahren sind, sind wir auch nicht wie sonst zu Oma & Opa gefahren. Hmm… Als ich dann aussteigen durfte, roch es nach Hundeschule. Egal, erstmal ne kleine Runde drehen und das Frühstück wegbringen. *kicher*

Dann hab ich das erste bekannte Zweibeiner-Gesicht gesehen und mich gefreut. Frauchen meinte heute darf ich ganz viel apportieren und wir lernen ganz viel Neues. Priiima 🙂
Dann gings los und außer mir waren noch 6 andere Hundis da. Nicht wie gedacht alles Retriever, sondern quer durch die Hunderassenwelt. Vom Schäfis, über einen Puggle, Goldie, Labbi, Rottweiler…

Unser Trainer ist übrigens Guido Sorg, Vize Europameister. Der kann es also wirklich, bzw seine Hundis. 😉
Als erstes wollte er sich mal anschauen, ob wir schon etwas apportieren können und so musste jedes Mensch-Hund-Team einzeln zwei mal zeigen, was es kann. Nachdem ich den Dummy zwei Mal super apportiert habe (nur das Abgeben in die Hand wollte ich heute nicht so *kicher*), meinte Guido dann, dass ich eine kleine Rakete wär und das suuuuper gemacht habe und prima auf direktem Weg zum Dummy und zurück gelaufen bin. *stolzdieBrustschwell*

Danach ging es dann in die erste richtige Übungsrunde. Guido hat das für jeden Hund individuell gemacht. Manche, die sich gerne haben ablenken lassen und entweder zu den anderen Hunden oder einfach so abgehauen sind, mussten an der Schleppleine arbeiten. Aber ich durfte ohne Leine üben. 🙂 Der erste Durchgang hatte eigentlich auch wieder nur zwei Übungsdurchgänge für jedes Team, dabei ging es „nur“ darum, den von einer Assistentin *g* in kleiner Entfernung (5-10m) geworfenen Dummy zu apportieren. Das zweite mal dann in nochmal ein paar Meter mehr. Aber weil ich das sooo toll gemacht habe, wollte er mir mir was „ausprobieren“ und wir sind gut 40m weggegangen, fast ans Ende der Koppel. O.O Ich bin wie immer brav sitzengeblieben, auch als der Dummy geflogen ist und habe auf mein Kommando gewartet. Dann bin ich losgesprintet, wow war das toll so weit. 🙂 Und auch der Rückweg hat super geklappt auf die Entfernung. Ich bin zwar einmal um Frauchen rumgelaufen bis ich den Dummy abgegeben habe, aber trotzdem! So weit weg durfte KEIN anderer der Hunde. *nochmehrstolz* Ich hab sogar etwas Applaus bekommen. 🙂

Dann hieß es wieder warten auf unserer Decke und den anderen zuschauen. Alle Hunde haben das übrigens super gemacht, manche waren konzentrierter und manche haben sich schneller ablenken lassen.

Beim nächsten Mal sollten wir mehrere Dummys nacheinander (in Reihe ein paar Meter auseinander liegend) bringen. Bei mir und auch bei so gut wie allen anderen war das schwierig, weil wir uns -wie es wohl normal ist anfangs- nicht alle drei Dummys merken konnten. Den ersten habe ich prima apportiert, aber beim zweiten Mal losschicken, wusste ich nicht, wo ich hinsollte und so musste mir der Dummy aus Entfernung nochmal gezeigt werden, dann klappt das auch. 🙂 Weil keiner dran gedacht hatte sie gegen die kleineren auszutauschen, hab ich sogar die großen 500g Dummys apportiert, aber natürlich gar kein Problem für mich. 🙂 Der Puggle nach mir hat die Großen verweigert und wollte nur mit den Kleinen arbeiten. 😉

Zum Schluss ging es an´s Einweisen. Frauchen meinte sie kam sich vor wie ein Ampelmännchen. *kicher* Dabei geht es darum, dass der Mensch uns Hundis die Richtung zeigt solange wir noch sitzen und aufs Losschicken warten und dann beim eigentlichen Kommando nochmal mit etwas Nachdruck die Richtung zeigt. Was soll ich sagen… hat natürlich super geklappt. 🙂

Die Menschen haben natürlich zwischendurch noch was gegessen, aber das brauch ich hier nicht extra erwähnen. Für uns gabs ja nix. :-/

Am Ende des Tages gab es noch ein kleines Review zu jedem Hund vom Trainer. Frauchen war gleich nen halben Meter größer, so stolz war sie auf mich bzw. uns. 😉 Guido hat gesagt, die kleine Flitzepiepe (also ich) hat das sooooo toll gemacht. Es gibt wohl auch Trainer, die nicht gerne mit Terriern arbeiten was apportieren angeht. Hm, die kennen mich nicht. *gg* Er meinte ich hab Feuer im Hintern und wenn ich den Dummy holen flitze, brennt die Erde. *kicher* Er hat Hochachtung vor Frauchen, dass sie mich so gut unter Kontrolle hat. Na wenn das nicht alles dickes Lob ist. 🙂

Morgen geht es nochmal weiter. Ich lass mich überraschen und freu mich jedenfalls schon. 🙂
Fotos gibt es auch, aber die bekommen wir wohl erst in ein paar Tagen. Frauchen konnte nur solche Fotos von mir machen, während wir warten mussten.
Aufmerksam den anderen zugucken:

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Schon etwas müde. Die Sonne schien, dazu etwas Pfotenmikado, hach das war sooo schön 🙂20130420_150005

Und kurz vor Ende…bin ich auch am Ende. *schnarch*20130420_160408

Ich bin übrigens kein Mal abgeflitzt, und das obwohl das ganze ja auf einer Pferdekoppel beim Reitverein stattfand und da ab und zu mal Pferde langgelaufen sind. 🙂

Als wir wieder zuhause waren, wollte Frauchen direkt noch in den Garten. Umgraben hat sie gesagt. Naja, ich hab erstmal mein Revier inspiziert und dann noch ein bisschen Ball gespielt.
20130420_192942Ach und falls ihr euch fragt, warum wir überhaupt beim Apportierseminar sind und ob wir nicht genug zu tun haben 😉
Frauchen probiert gerne mal was aus und ab und an haben wir ja auch so schon apportiert, manchmal mit Futterdummy und manchmal mit einem normalen Dummy. Das klappte immer gut und wieso soll man sowas nicht fördern? Gerade weil es ein guter Kontrast zu Agility und Mantrailing ist. Apportieren ist nämlich eine ruhige Sache und aufgrund der hohen Aufmerksamkeit trotzdem auslastend für mich. Ich muss dabei nämlich gut auf Frauchen und ihre Kommandos sowie die Körpersprache achten. 🙂

 

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